Versorgung

Nach 40 Jahren Stabwechsel in Walder Zahnarztpraxis

Die Nachfolge für Dr. Wolfgang Schuster steht schon in den Startlöchern: Es ist seine Tochter Kathrin Gerhards. Foto: Michael Schütz
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Die Nachfolge für Dr. Wolfgang Schuster steht schon in den Startlöchern: Es ist seine Tochter Kathrin Gerhards.

Kathrin Gerhards steigt bei ihrem Vater Dr. Wolfgang Schuster ein.

Von Jutta Schreiber-Lenz

So ganz mag sich Dr. Wolfgang Schuster noch nicht von seinem Lebenswerk trennen: Zwar läuft seine Tochter, Kathrin Gerhards, sich seit Anfang des Jahres warm, um ihn in seiner Praxis an der Stresemannstraße im Walder Schlauch endgültig abzulösen. Aber wann das genau sein wird, steht noch nicht fest. Zunächst einmal wird die 40-jährige Zahnärztin und Oral-Chirurgin im Sommer ihr drittes Kind bekommen. So lange werde ihr Vater noch „hobbybohren“ sagt die energische Frau augenzwinkernd und dennoch mit spürbarem Respekt für dessen Lebensleistung.

Gerne hat Kathrin Gerhards ihre Karriere als Bundeswehr-Medizinerin beendet, um in die väterliche Praxis einzusteigen, in der inzwischen auch eine Studienkollegin mitarbeitet: Dr. Claudia Bodden. Die Philosophie der Praxis, dem Patienten mit der bestmöglichen Medizin zu versorgen und zugleich auf eine persönliche Arzt-Patient-Beziehung zu setzen, überzeugt sie. Auch die Mitarbeiterinnen halten der Praxis die Treue. Ute Jacobs beispielsweise ist eine Frau der ersten Stunde, und auch Ilka Hanke ist schon seit Jahrzehnten mit im Team.

Schritt für Schritt wurde die Praxis im Rundling vergrößert

Die harmonische Arbeitsatmosphäre strahle positiv auf die Patienten ab, sind sich Vater und Tochter sicher. Wenn der 71-Jährige zurückschaut, erinnert er sich an den bescheidenen Anfang vor 40 Jahren – zunächst in der ersten Etage des Hauses im Walder Schlauch. Schritt für Schritt sei alles gewachsen. Erst als die Buchhandlung „Bücherwald“ ein paar Schritt weiter in größere Räume am Rundling gezogen war, kam das Parterre noch dazu, beide Stockwerke wurden verbunden. Dazu wurde ein großer Eingangsbereich geschaffen. Die Zahl der Behandlungszimmer wurde aufgestockt.

Als Sohn von Gastwirten, die vom Kannenhof nach Wald gezogen waren, machte Wolfgang Schuster 1968 am Humboldtgymnasium sein Abitur. Auf den Zahnmedizinstudienplatz musste er drei Jahre warten. In dieser Zeit machte er eine Ausbildung in einem Dentallabor und war in Naturwissenschaften an der Universität in Bonn eingeschrieben. Nach klinischen und ambulanten Assistenzjahren kam dann die Erfüllung des Lebenstraums mit der eigenen Praxis.

Kuriose Geschichten fallen ihm nicht mit Blick auf seine Patienten ein, sondern auf seine „Macke“ wie er sein „miserables Namensgedächtnis“ nennt. „Als ich einmal im Urlaub ein langjähriges Patienten-Ehepaar traf, habe ich schnellstmöglich mit der Praxis telefoniert, um mir deren Namen soufflieren zu lassen“, erinnert er sich lächelnd.

So gerne er arbeitet, so sehr genießt er auch die Zeit mit der Familie: Der vierfache Opa freut sich auf Enkelkind Nummer fünf im Sommer und die Auszeiten mit seiner Frau auf dem Boot in den Niederlanden.

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