Konzert

My Darling Clementine präsentiert Country-Musik

Britisches Ehepaar kommt im Waldmeister sehr gut an.

Von Andreas Römer

Solingen. Eine ganz besondere Atmosphäre bot am Dienstagabend der Club Waldmeister: Das britische Duo „My Darling Clementine“ spielte vor 20 Gästen mit Lust und Laune ihre County-Songs. Michael Weston King und Lou Dalgleish sind miteinander verheiratet und seit vielen Jahren musikalisch unterwegs.

Sie interpretieren ihre Vorstellung eines britisch geprägten Country-Sounds, erweitert durch einen gehörigen Schuss Soul. Eine Gitarre und zwei starke Stimmen reichen zumeist, um die Seele der Zuhörer zu erreichen. Hin und wieder kommen das E-Piano oder die Mundharmonika zum Einsatz, runden den Klang ab.

Musiker-Duo scherzt mit den Gästen im Waldmeister

Im Gepäck hat das Paar einige eigene Songs, spielt aber auch zahlreiche Lieder von Elvis Costello, die sie eigens für sich neu arrangiert haben. Michael Weston King und Lou Dalgleish lassen alle spüren, dass sie Lust auf einen schönen Abend haben. Gut gelaunt scherzen sie miteinander und mit den Gästen. Als er erzählt, dass das nächste Lied von seinem neuen Soloalbum sei, kontert seine Frau: „Ich lasse es jetzt einmal so aussehen, als hättest du hier die Führung“. Seinen Hinweis, den folgenden Song habe man schon lange nicht mehr live gespielt, würzt sie mit der Spitze: „Hoffentlich merkt keiner, warum.“

My Darling Clementine lässt die Zuhörer an den Geschichten, die ihre Songs erzählen, teilhaben, schildert wie die eine oder andere Geschichte in den Liedern verarbeitet wurde.

„Wir sind froh, wieder unterwegs zu sein, weg von Boris Johnson und seiner Nachfolgerin, deren Name ich schon wieder vergessen habe“, scherzt King. Seine Frau habe gern die Beerdigung der Queen live verfolgt – nicht weil sie Royalistin sei, sondern weil sie historische Ereignisse liebe.

Das Publikum dankt dem Duo mit heftigem Applaus und wie zuvor gewünscht, gibt es laute Rufe nach einer Zugabe. Das hatte My Darling Clementine schon zuvor klargemacht: Die beiden wollten nicht erst die Bühne verlassen und anschließend für zwei Songs wiederkommen. „Wir spielen unseren letzten Song, dann schreit ihr alle nach einer Zugabe und wir spielen einfach noch zwei weitere Lieder“, hatte Michael Weston King frühzeitig erklärt.

So hat es dann auch prima funktioniert und Publikum wie Künstler schienen zufrieden mit einem besonderen Abend.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare