LVR–Industriemuseum

Musikfest im Museum feiert gelungenes Comeback

Die ehemalige Gesenkschmiede Hendrichs bot eine besondere Atmosphäre für das Musikfest.
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Die ehemalige Gesenkschmiede Hendrichs bot eine besondere Atmosphäre für das Musikfest.

Klänge, Geschichte sowie Kaffee und Kuchen verbanden sich in Merscheid zu einem schönen Mix.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Flöten-Cowboys machten den Anfang: Unter der Leitung von Annette Padberg-Böhm leiteten sie auf der Bühne der Schmiede, dem zentralen Raum des LVR–Industriemuseums, das fröhliche und musikalisch vielfarbige Musikfest am Samstagnachmittag in Merscheid ein.

„Endlich wieder richtig“, sagte Museumsleiterin Nicole Scheda, die sich als Gastgeberin freute, das beliebte Format in Kooperation mit der Städtische Musikschule nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder anbieten zu können.

In nahezu allen Räumen der ehemaligen Gesenkschmiede erklangen Melodien quer durch alle Stilrichtungen und Epochen. Insbesondere die „Promenaden“, ausgeschilderte Klang-Rundwege, führten zu eher versteckten Orten und ließen die Besucher unerwartet Musiker und Instrument entdecken: Julian Sondergeld mit seiner Trompete und Maurice Ravels „Bolero“ im Kesselhaus, Quentin Wächter, der am Piano Erik Saties „Vexations“ interpretierte, Luca Miedek, der an den alten Toilettenanlagen Bachs „Sarabande“ spielte oder Amane Schneider, die Mussorgsky „Das große Tor von Kiew“ im Waschhaus mit dem Kontrabass intonierte.

„Wir wollten dieses Jahr mehr Bewegung im Museum haben“, sagte Birgit Walter, die Leiterin der Musikschule. „Nicht nur wie in Mini-Konzerten sitzen und zuhören, sondern die Gäste durch die Räume schicken und Klang-Installationen erleben lassen.“

Zudem sei das eine gute Konzentrationsübung für die jungen Musiker, die nicht nur ungewohnter Weise vor wandelnden und damit ständig wechselnden Zuhörern spielten, sondern auch, zumindest schwach, die Stücke ihrer Mitschüler aus den anderen Räumen hörten. Das erfordere viel Energie.

Dem Publikum wurde eine große Bandbreite geboten

Dem Publikum machte dieses Wandeln von Raum zu Raum viel Freude, inklusive den sich immer wieder dabei ergebenden Treffen mit Bekannten und kurzen Plaudereien. Im Schlüssellager gaben sich schließlich musikalische Begabungen die Noten in die Hand: Klassische Gitarre, Flötentöne, Klavier-Interpretationen, Klarinettenstücke – die Bandbreite war groß.

Der Freundeskreis des Industriemuseums sorgte mit Kaffee und Kuchen für die nötige Power fürs Zuhören.

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