Konzert

Musikfans erleben Klaisorgel online

Organist Ralf Eumann begann den Sonntagabend mit Musik aus dem Spätbarock. Screenshot: Christian Beier
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Organist Ralf Eumann begann den Sonntagabend mit Musik aus dem Spätbarock.

Ralf Eumann brachte Musik in Wohnzimmer

Von Klaus Günther

Solingen. Mehr als 100 Musikfreunde haben sich den Stream des Orgelkonzertes, das am letzten Sonntagabend vom Theater und Konzerthaus ausgestrahlt wurde, auf den Bildschirm ihres Computers geholt. Dabei erlebten sie die prächtige Klaisorgel – gegebenenfalls auch auf dem Flachbildschirm des TV – in abwechslungsreicher Beleuchtung und in wechselnden Bildfolgen.

An Tasten und Pedalen sahen sie dabei einen Organisten in Aktion, der gerade auf diesem Werk des Bonner Instrumentenbauers Klais besonders gerne tätig wird. Ralf Eumann demonstrierte dies schon mehrfach im „Solinger Orgelpunkt.“

Eumann, der auch als Musikpädagoge unterrichtet, wirkte als Orgelsolist allerdings nicht nur in Solingen, sondern war auch schon in den Niederlanden zu hören. In seinem Sonntagskonzert, das am gestrigen Morgen nochmals zu empfangen war, begann er mit Musik aus dem Spätbarock.

Johann Christian Heinrich Rinck war ein Enkelschüler von Johann Sebastian Bach. In Erfurt hatte er Unterricht beim Bachschüler Kittel. Rinck wurde später Kammermusiker am Hofe von Darmstadt und komponierte dort neben Orgelwerken auch eine Menge Vokalmusik. Ralf Eumann hatte aus seinen Schöpfungen für Orgel „Variationen über ein Thema von Arcangelo Corelli“ ausgewählt. Besonders ein flüssiges „Andante“ und ein wuchtiges „Maestoso“ waren davon sehr beeindruckend. Der andere Komponist, welchen Ralf Eumann für seine Vorträge ausgesucht hatte, war der Franzose Charles-Marie Widor. Dieser wurde 1845 in Lyon geboren und war schon mit Anfang zwanzig Organist in der Kirche Saint-Sulpice in Paris. Er war aber auch ein sehr vielseitiger Komponist, der Kirchen- und Orchestermusik und sogar eine Reihe von Opern geschrieben hat.

Ralf Eumann zauberte überraschende Klänge

Ralf Eumann entschloss sich für Widors Orgelsinfonie in F-Moll und zauberte auch aus dieser Musik eine Fülle von überraschenden Klängen aus Registern und Pfeifen. Es war ungewohnt aber auch sehr schön, dass die Orgelklänge, welche sonst bei den Konzerten des Orgelpunktes mit großer Freude genossen wurden, auch einmal in den eigenen vier Wänden zu hören waren. Dabei waren die vom Organisten Ralf Eumann ausgewählten Kompositionen durchweg erfreulich.

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