Konzert

Musiker spielen für die Ukraine

Die Alte Maschinenhalle bot ein schönes Ambiente für das Benefizkonzert des Orchestervereins. Das Spiel der Musiker belohnte prasselnder Applaus.
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Die Alte Maschinenhalle bot ein schönes Ambiente für das Benefizkonzert des Orchestervereins. Das Spiel der Musiker belohnte prasselnder Applaus. Foto: Michael Strahlen

Orchesterverein feiert in der Alten Maschinenhalle eine Premiere.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Freunde des Orchestervereins hätten eigentlich bereits vor zwei Jahren in den Genuss kommen sollen, Beethovens „Pastorale“, zu hören.

Die Pandemie hatte das verhindert. „Umso mehr freuen wir uns, heute endlich wieder spielen zu können“, sagte Dr. Julia Siepen, die Vorsitzende des Orchestervereins in ihren Begrüßungsworten. Unter der Leitung von Tobias Sykora hatte das Ensemble diese sechste Symphonie aus Beethovens Feder als Beitrag zum damaligen Beethoven-Jahr geprobt. Aber mit dem ersten Lockdown fiel die geplante Aufführung aus und seither waren alle Versuche, einen Ersatztermin durchzuführen, gescheitert. Auch das voller Hoffnung geplante Weihnachtskonzert musste im letzten Moment abgesagt werden.

Folgerichtig also, dass der Orchesterverein das fulminante Werk, in dem Beethoven zwei schlichte Anfangsthemen voller Lust und sehr gefühlvoll immer wieder variiert, in den Mittelpunkt des Konzertes gestellt hatte. Dafür hatte der Verein erstmalig in die Alte Maschinenhalle des Güter- und Technologiezentrums eingeladen. Die ehemalige Fabrikhalle mit ihrem rohen Fußboden, und der großen Stahl-Flügeltür bot eine interessante Industriekultur-Kulisse mit ganz besonderer Atmosphäre für das Orchesterkonzert.

Dirigent Tobias Sykora nahm vor dem ersten Takt mit in eine erläuternde Kurzreise hinein in Beethovens kompositorisches Genie.

Werke wurde mit Erklärungen angereichert

Fünf Minuten lang erklärte er, mit angespielten Klang-Beispielen angereichert, wie Beethoven welchen Effekt aus dem Ursprungsthema heraus abgeleitet und wie er die Orchestrierung dafür zusammengesetzt hat. Der Beifall nach der schließlich in Gänze interpretierten Pastorale war prasselnd. Eingerahmt wurde Beethoven von der Bruckner-Ouvertüre in g-Moll und dem slawischen Tanz Nr. 7 von Antonin Dvorák, beides voller Passion und Elan vom Orchester gespielt und mit viel Applaus belohnt.

Der Reinerlös des Konzertes geht an den Verein Solingen hilft zur Unterstützung verschiedener Krankenhäuser in der Ukraine mit von dort gelisteten Medikamenten. Dr. Christoph Zenses und eine Mitarbeiterin mit ukrainischen Wurzeln berichteten über die von Solingen hilft organisierten Transporten, die gezielt und in Absprache mit befreundeten Ärzten vor Ort erfolgen. „Der enge persönliche Kontakt mit Kollegen ermöglicht eine individuelle Zusammenstellung der Dinge, die tatsächlich aktuell dort benötigt werden und nicht zu bekommen sind“, sagte Zenses. Am 4. März startete die erste Medikamentenlieferung. „Durch ortskundige Logistik- und Busunternehmen werden die Routen laufend entsprechend der jeweiligen Aktualität angepasst“, erklärte der Mediziner.

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