Musiker machen Lust auf Schottland

Konzertreihe „Weltmusik“ machte im Bürgersaal der Stadtkirche Station. Archivfoto: Christian Beier
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Konzertreihe „Weltmusik“ machte im Bürgersaal der Stadtkirche Station. Archivfoto: Christian Beier

Reihe „Weltmusik“ geht nun in die Pause.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Mitte. Lange ließ sich das Publikum nicht bitten: Schon beim ersten Stück von Benedict Morris – als erster von vier Künstlern am Montagabend – wurde eifrig zum Rhythmus geklatscht. Der junge Musiker verstand es schnell, im Bürgersaal der Stadtkirche schottische Atmosphäre aufzubauen.

Zusammen mit Gitarrist Luc McNally spielte er sich mit seiner Fiddle temperamentvoll in die Herzen – und in die Hände und die Beine der Zuschauer. Denn auch die federten bei den meisten im fast ausverkauften Saal im Takt mit. Kein Wunder, denn eigentlich ist diese Folklore Tanzmusik pur und lechzt danach, mit Schritten, Drehungen und Sprüngen gelebt zu werden. Aber die Fans schottischer Folklore bewiesen, dass auch nur Zuhören viel Spaß machte. Immer wieder belohnten sie die Gigs, Reels und Balladen der vier jungen Musiker- Preisträger des „Trad Award“ der Rundfunkanstalt BBC Scotland allesamt – mit viel Beifall und zustimmendem Gejohle.

Neben Fiddler Morris beeindruckte Ross Miller mit Pipe und Dudelsack sowie Gitarrist McNally und Sängerin Hannah Rarity, die mit ihrer warmen, voluminösen Stimme berührende Akzente setzte. Mit ihrer Musik machte sie fröhliche, aber auch melancholische Stimmung, die grüne und stille Landschaft der Highlands, ausgelassene Feiern in Gesellschaft und tiefschürfende Gedanken deutlich.

In munterem Englisch mit ein paar freundlichen Deutsch-brocken zu Beginn moderierten das schottische Quartett selbst durch den Abend und kassierte auch dadurch viel Sympathie.

Im ersten Teil präsentierten sich Morris, Rarity und Miller jeweils als Solist und im zweiten in immer wieder wechselnden Zusammensetzungen. Auch Gitarrist Luc McNally hatte hier die Gelegenheit, sich nicht nur begleitend zu präsentieren, sondern als Solist. Tosender Schlussapplaus für ein grandioses facettenreiches musikalisches Bild von Schottland.

Das nächste Konzert der Reihe Weltmusik ist am 4. Oktober im Kirchenraum der Stadtkirche. Dann steht walisische Harfe im Mittelpunkt.

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