Theater und Konzerthaus

Musiker können endlich wieder auf die Bühne

Der Wuppertaler Michael Walmsley alias Layers spielte bei der neuen Reihe „Open Stage“ im Theater und Konzerthaus. Foto: Christian Beier
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Der Wuppertaler Michael Walmsley alias Layers spielte bei der neuen Reihe „Open Stage“ im Theater und Konzerthaus.

Neue Konzertreihe „Open Stage“ gestartet

Von Tanja Alandt

Solingen. „Ich glaube es erst, wenn ich dort stehe. Ich kann es noch gar nicht realisieren“, sagte Michael Walmsley von der ehemaligen Band Three Minute Poetry vor seinem Auftritt. Zwar sei er kein hauptberuflicher Musiker und habe die letzten Monate nicht unter Hunger gelitten, aber mit seiner neuen Platte „Slowly learning that Love is ok“ wäre er gerne aufgetreten. Doch dann kam die Pandemie, grummelte er. Gespannt war er, wie das Sitz-Konzert zur Rockmusik passt. Als Layers trat er jetzt solo bei der neuen Veranstaltungsreihe „Open Stage“ von Cow Club und Kulturmanagement im Theater- und Konzerthaus auf – vor sitzendem Publikum.

Den jüngsten Besucher gewann er sofort als neuen Fan. Als er nur einen kleinen Schwank erzählen wollte, stoppte ihn der Dreijährige aus der ersten Reihe mit einem charmanten: „Wann spielst du weiter?“ Walmsley machte daraufhin zügig weiter. Aus dem Einwurf entwickelte sich ein amüsanter, dauerhafter Dialog während des Konzerts – allerdings mit der Schwester des kleinen Jungen. Ihr hatte Walmsley den Zwischenruf versehentlich zugeordnet.

Doch auch der Bruder sorgte weiterhin für Erheiterung: Denn seinem Vater Giosué und Schlagzeuger Patrick vom Indie- und Alternative-Duo Vocati, die ebenfalls auftreten konnten, rief der Kleine stets „weiter!“ zu, wenn zu viel gequatscht wurde. Außerdem wünschte sich der junge Fan den Vocati-Song „So gerne“. Von diesem Lieblingslied ließen sich auch die Gäste im Sitzen gerne mitreißen.

Die Freude am Live-Auftritt war offensichtlich

Giosué und Patrick waren sichtbar selig, endlich wieder vor Leuten zu spielen. Zwar konnten sie die Songs „Das Rad“ und „Bau das Haus“ produzieren, aber die Freude an dem Live-Gig war offensichtlich. Sie finde es gut, dass Sonja Baumhauer vom Kulturmanagement das Format ins Leben gerufen habe und Künstlern diese Chance gebe, sagte Zuhörerin Ira Goyne. „Es ist so wichtig, dass die Künstler aus der Umgebung hervorgehoben werden. Es muss mehr kulturell in der Stadt gemacht werden. Wenn das kulturelle Leben vielfältiger wird, können manche Probleme dadurch auch bewältigt werden“, erklärte die Konzertbesucherin, die Vocati zum ersten Mal hörte und begeistert war. Den Sänger Guiseppe Cassata alias Giosué kannte sie allerdings bereits in anderer künstlerischer Hinsicht – von seiner Bilder-Ausstellung.

Heute ab 19.30 Uhr bietet das Kulturmanagement das „Kulturlabor“ im Theater und Konzerthaus an. Das Ziel: Vernetzung und Austausch innerhalb der Solinger Kulturszene.

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