Philharmonisches Konzert

Musiker fesseln mit Sibelius, Grieg und Dvorák

Die Bergischen Symphoniker um Generalmusikdirektor Daniel Huppert genossen das Spiel vor Publikum. Foto: Christian Beier
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Die Bergischen Symphoniker um Generalmusikdirektor Daniel Huppert genossen das Spiel vor Publikum.

Viel Freude gab es bei der Eröffnung der Konzertsaison der Bergischen Symphoniker.

Von Klaus Günther

Wie lange hatten die Musikfreunde auf fesselnde Veranstaltungen im Theater und Konzerthaus warten müssen. Generalmusikdirektor Daniel Huppert präsentierte das erste Konzert aus seiner Konzertreihe für die Saison 2021/2022 und hatte dafür Musik von nordischen Komponisten ausgewählt. Der erste war Jean Sibelius (1865- 1957). Der Finne stammte aus einer hoch musikalischen Familie. Seine Mutter lehrte ihn Klavier spielen – später studierte er in Berlin und Wien und wurde durch Kompositionen wie sein Violinkonzert in d-Moll – europaweit berühmt. Unter Daniel Huppert spielten die Symphoniker die Tondichtung „Finnlandia“, die ebenfalls zu den bekanntesten Werken von Sibelius gehört. Sie malt das romantische Finnland mit seinen Wäldern und Seen wunderbar in Tönen und der Dirigent schuf so einen beeindruckenden Konzertbeginn.

Der zweite Programmpunkt im Konzertabend war noch aufregender. Alexandra Dariescu spielte mit großem Temperament das Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, mit dem der Norweger Edward Grieg (1843-1907) berühmt wurde. Seine Lebensgeschichte ähnelt der von Sibelius. Griegs Mutter war sogar eine erfolgreiche Konzertpianistin, die ihren Sohn natürlich auch ans Klavier setzte. Grieg war erst 25, als er in aller Abgeschiedenheit im Gartenhäuschen sein Meisterwerk vollendete. Es wurde aber schon von Zeitgenossen geraunt, dass er viel von Schumanns Klavierkonzert übernommen habe, welches gleichfalls in a-Moll steht. Jedenfalls erfuhr Griegs Werk durch Alexandra Dariescu eine hinreißende Wiedergabe, die mit kaum enden wollendem Beifall belohnt wurde. Sie dankte mit einer reizenden Zugabe, die mit sanften Tönen des befreundeten Cellisten umschmeichelt wurde.

Im letzten Konzertteil nach der Pause führte Daniel Huppert Symphoniker und Zuhörer nach Böhmen. Es erklang die 6. Sinfonie von Antonin Dvorák. Seine Kompositionen haben vielfach rhythmische Muster von böhmischen und mährischen Volkstänzen. Das traf auch auf die sechste Sinfonie zu. Sie begann mit sanftem Pianissimo der Streicher und Hörner und zeigte in den vier Sätzen großartige Abwechslungen, welche die Konzertbesucher bis zum Ende im Bann hielten. Entsprechend war der Beifall lang und außerordentlich herzlich.

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