Konzert

Musiker aus Weißrussland ernten viel Applaus

Konzert in der Aula des Gymnasiums Schwertstraße.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Viel Beifall gab es schon zur Pause und am Ende noch mal extra und besonders innig: Das Publikum, das am Dienstagabend in der Aula des Gymnasiums Schwertstraße gleich zwei Klavierquartette genoss, bedankte sich für einen nicht nur musikalisch besonderen Abend.

Das 25. Konzert des Forums für kulturelle Zusammenarbeit Solingen – Minsk war ganz anders als ursprünglich gedacht. Nicht nur mit zwei Jahren Verspätung – wegen der Pandemie. Sondern auch, weil nicht, wie jahrelang in schönster Tradition gefeiert, junge Preisträger der Musikakademie Minsk hier in Solingen spielten. Es war für den Leiter der Einrichtung wohl nicht möglich, seine Studierenden in der aktuellen politischen Lage nach Deutschland als „unfreundliches“ Land, reisen zu lassen.

„Wir bedauern das sehr“, sagte Christine Lutter-Link, langjährige Vorsitzende des Vereins und Motor des bis dato regen Kontaktes nach Minsk. „Wir haben die Akademie 25 Jahre mit dem Geld aus den Konzerten unterstützt, die jungen Leute hier privat kostenfrei untergebracht und hätten das liebend gerne weiter getan“, sagte sie in einem Zwischeninterview, zu dem sie Thorsten Kabitz als Moderator des Abends auf die Bühne geholt hatte.

Statt aktuell Studierender der Akademie hatten sich diesmal Ehemalige bereiterklärt, an der Schwertstraße zu konzertieren und den Erlös an die Organisation Solingen hilft zu spenden, die in diesen Tagen nimmermüde alles in die Ukraine schafft, was dort gebraucht wird, insbesondere medizinische Hilfsgüter.

Violinistin Vlada Berezhnaja, mittlerweile Symphonikerin in Bochum, und Pianist Dmitri Soludukha, inzwischen Inhaber einer eigenen Musikschule und darüber hinaus als Leiter (Tasteninstrumente) an der Musikschule Remscheid tätig, hatten zwei hochkarätige Musikfreunde mitgebracht, um mit ihnen ein Klangquartett zu bilden. Aliaksandr Senazhesnki (Bratsche) war ebenfalls an der Minsker Akademie, Philipp Willerding–Bach (Cello) studierte an der Essener Folkwang-Hochschule. Zu viert beeindruckten sie das rund 70-köpfige Auditorium durch ihr sensibles Zusammenspiel bei den stilistisch sehr verschiedenen Klavierquartetten von Mozart und Brahms.

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