Kultur

Das Musical „Barricade“ kommt beim Solinger Publikum gut an

Bearbeitung des Romans „Les Misérables“ war im Theater zu sehen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Temporeiches und farbiges Spiel, klangstarke Stimmen, liebevoll gestaltete Kostüme, flotte Choreographien und Musik, die an vielen Stellen Ohrwurm-Qualitäten hatte: Das sind die Zutaten, aus denen die Kammeroper Köln mit der Deutschen Musical Company ein neues Bühnenwerk „gebastelt“ hat: „Barricade“, eine berührende und ansprechende Alternative zum weltweit gefeierten Musical „Les Misérables“, das am Mittwochabend im Pina-Bausch-Saal des Theater und Konzerthauses vom ersten Moment an fesselte und beim Publikum gut ankam.

Dazu kam eine pfiffige Lösung, das Bühnenbild immer für neue Schauplätze herzurichten: Eine Stellage aus Wänden und Gerüsten konnte schnell um verschiedene Grade gedreht werden, und diente mit Tüchern oder Stühlen ausstaffiert als Park, Wohnung oder Straße.

Darsteller überzeugen vor den historischen Kulissen

Marc Lamberty als Marius und Marilyne Bäjen als Cosette überzeugten stimmlich wie agierend als Liebespaar vor der historischen Kulissen der Pariser Straßenaufstände des Jahres 1832. Auch die Nebenrollen waren mit Markus M. Düllmann als Valjean, Pieter Tredoux als Javert und Lara Grünfeld als Eponine gut besetzt. Ulrike Jöris und Markus Lürick gaben das raffinierte Gaunerpaar Thenadier, das Cosette lieblos großgezogen hatte und nun auf das Vermögen von Valjean aus war.

Esther Hilsberg, als Sopranistin an internationalen Theatern erfolgreich, komponierte „Barricade“. Das Libretto stammt von Holger Potocki und Bianca Hein. Am Mittwoch glänzte sie als sterbende Fantine, der der ehemalige Sträfling und jetzige Bürgermeister Valjean im Prolog verspricht, sich um ihr Kind zu kümmern.

Ihre Schwester Inga schwang im Orchestergraben den Taktstock bei den Bergischen Symphonikern, die das Bühnenspektakel sensibel begleiteten. Die Kammeroper Köln ist das „Kind“ der musikalischen Geschwister. Von ihnen 1996 gegründet, ist es das einzige privat finanzierte Opernhaus Deutschlands. Immer wieder spendete das Publikum im gut mehr als halb gefüllten Saal Zwischenapplaus und sparte auch am Schluss nicht mit Beifall.

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