Bewerbung europäischer Brücken

Müngstener Brücke: Welterbe-Stiftung soll Sitz in Solingen haben

Das Land NRW hat die Bewerbung der „Europäischen Großbrücken des 19. Jahrhunderts“ an den Bund gemeldet. 
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Das Land NRW hat die Bewerbung der „Europäischen Großbrücken des 19. Jahrhunderts“ an den Bund gemeldet. 

Mit Welterbe-Koordinator Carsten Zimmermann an der Spitze kam jetzt eine Delegation aus Solingen von einer Konferenz aus Italien zurück.

Solingen. Wie berichtet, wurde dort der weitere Prozess besprochen und beschlossen, wie sich die sechs Brücken aus Italien, Frankreich, Portugal und Solingen um den Status des Weltkulturerbes bei der Unesco bewerben sollen. Die wichtigste Entscheidung ist, dass die bereits angedachte Stiftung, aus der der Prozess finanziert werden soll, noch in diesem Jahr gegründet wird.

„Im Schatten der beeindruckenden Ponte San Michele, die in der Lombardei über den Fluss Adda führt, hatten diesmal die Gemeinden Calusco und Paderno eingeladen. Aus Deutschland nahmen Vertreter der drei Bergischen Großstädte und der Deutschen Bahn am Kongress teil, außerdem die deutschen Welterbe-Experten“, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische zum Kongress in Italien.

Schon beim Treffen zuvor in Frankreich seien die beteiligten Länder dem Vorschlag aus Deutschland gefolgt, in jedem Land einen Verein zu gründen, der das Bewerbungsverfahren im eigenen Land fördert und unterstützt, sagt Carsten Zimmermann. „Dabei wählt jede Nation die Organisationsform, die optimal auf die eigenen Strukturen zugeschnitten ist“, erklärt der Welterbe-Koordinator. Im Städtedreieck gibt es seit dem vergangenen Jahr den „Förderverein Welterbe Müngstener Brücke“. Nun ist laut Zimmermann auch in Frankreich ein Förderverein an den Start gegangen, Portugal und Italien würden in Kürze folgen.

Die Organisationsgründungen sind für den nächsten Schritt erforderlich, der nun folgen soll. Dazu erklärt Carsten Zimmermann: „Wenn alle Strukturen stehen, soll eine Stiftung gegründet werden, die das Gesamtvorhaben finanziert, den europäischen Welterbe-Prozess unterstützt und begleitet. Getragen wird sie gleichberechtigt von allen Brücken-Partnern, ihr Sitz soll in Solingen sein. Beim nächsten Kongress, der noch in diesem Jahr unter der Müngstener Brücke stattfindet, soll das weitere Vorgehen im Detail besprochen werden.“

Am Rande des Kongresses sprach Zimmermann eine Einladung an die Partnerländer aus, die Müngstener Brücke zum 125. Geburtstag ab dem 27. August zu besuchen. -pm-

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