Müngstener Brücke

Skywalk: Solingen sieht noch Klärungsbedarf

Die Plattform unterhalb der Brücke soll als Basis für den „Skywalk“ dienen. Foto: Christian Beier
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Die Plattform unterhalb der Brücke soll als Basis für den „Skywalk“ dienen.

Bei Mitgliedern des Beirats Untere Naturschutzbehörde waren zuletzt einige Anwohnerfragen aufgelaufen.

Solingen. Bei Mitgliedern des Beirats Untere Naturschutzbehörde waren zuletzt einige Anwohnerfragen rund um den geplanten Skywalk Müngsten, der auf einer Plattform der Müngstener Brücke eine Verbindung für Radfahrer und Fußgänger werden soll, aufgelaufen: Insbesondere sekundäre Auswirkungen wie Stellplatzbedarf oder Wege im Naturschutzgebiet erregten Interesse.

Erhebliche negative Auswirkungen darauf sieht die Stadt bei Nutzung eines vorhandenen Bauwerks nicht, wie Claudia Wackerl (Untere Naturschutzbehörde) den Beiratsmitgliedern erklärte. Sie betonte aber auch: „Bislang handelt es sich nur um eine Vision, die der Stadt bekannt ist. Es gibt aber noch keine konkreten Vorstellungen zu einem Betreiber oder hinsichtlich der Finanzen.“ Daher könne man sich jetzt noch nicht konkret zu möglichen Auswirkungen äußern.

Die Kraft der drei bergischen Großstädte gelte nun erst einmal prioritär der Welterbe-Bewerbung der Brücke – zumal durch die unbeantworteten Fragen die Entscheidungsgrundlage für eine Positionierung der Stadt zum Projekt fehle. Der Beirat Untere Naturschutzbehörde wird – wie sein Remscheider Pendant – fortan laufend über die Konkretisierung der Idee informiert, um Naturschutzrecht einzuhalten. -tl-

Artikel vom 23. April 2021

Städte planen Studie zur Machbarkeit für den „Skywalk“

Der geplante Fuß- und Radweg in der Müngstener Brücke soll Solingen-Schaberg und Remscheid-Güldenwerth verbinden.

Solingen. Der „Skywalk Müngsten“ könnte seiner Umsetzung einen kleinen Schritt nähergekommen sein. Am Donnerstag, 25. März, soll der Remscheider Hauptausschuss den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie beschließen. Vorige Woche hatte der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität in der Nachbarstadt bereits einen einstimmigen Beschluss dazu gefasst.

Direkt unterhalb der Schienen auf der Müngstener Brücke soll eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Solingen-Schaberg und Remscheid-Güldenwerth entstehen. Die SPD im Bergischen Rat hatte die Pläne vorigen Sommer erstmals vorgestellt. Der „Skywalk“ soll die Radwegenetze von Solingen und Remscheid verbinden und zu einer Touristenattraktion werden.

Eine Plattform, die dort verläuft, wurde für Sanierungsarbeiten durch die Deutsche Bahn (DB) erneuert und an die Brückenköpfe angeschlossen. Gerd Münnekehoff, Initiator des Antrags, schätzte im Sommer, dass rund 80 Prozent der notwendigen Infrastruktur bereits vorhanden sei. Nun soll eine Studie Klarheit bringen.

Gleich zwei verschiedene politische Anträge zum Thema hatte es im Remscheider Ausschuss gegeben, hinzu kamen Vorschläge der Verwaltung, die diese in einer Stellungnahme formuliert hatte. Klar ist: Die Studie soll zusammen mit der Stadt Solingen in Auftrag gegeben werden – um sich die Kosten zu teilen.

Müngsten: Enge Abstimmung mit der Unesco und der Deutschen Bahn

Auch das Projekt „Weltkulturerbe Müngstener Brücke“ war Thema. Baudezernent Peter Heinze als Vertreter der Remscheider Verwaltung machte deutlich, dass man im Zusammenhang mit der Bewerbung „Irritationen im Verfahren“ verhindern wolle. Beim Versuch, die Müngstener Brücke gemeinsam mit anderen europäischen Bauwerken auf die Liste der Unesco zu bringen, hat die Stadt Solingen die Federführung übernommen. Bereits bei der Vorstellung der Pläne im Sommer wurde darauf hingewiesen, dass ein „Skywalk“ eng mit Unesco und Deutscher Bahn abgestimmt werden müsse.

Der Remscheider Ausschuss rührte schließlich die beiden Anträge und die Formulierungsvorschläge der Verwaltung zu einem neuen Antrag zusammen, der dann einstimmig verabschiedet wurde: Die Machbarkeitsstudie soll in Auftrag gegeben werden, dabei soll auch eine Anbindung ans Remscheider Radwegenetz geklärt und die Weltkulturerbe-Bewerbung berücksichtigt werden. Zudem will man klären, ob Solingen sich beteiligt.

Bezahlt werden soll das aus zusätzlichen Mitteln für den Radverkehr, die die Gestaltungsmehrheit in den Remscheider Haushalt hatte einstellen lassen. 100.000 Euro können zukünftig jedes Jahr mehr in Radwege und Ähnliches investiert werden. Einmalig sollen davon etwa 50.000 für die Machbarkeitsstudie verwendet werden. -wey/bjb-

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