Bildung

Montessori-Angebot wird neu aufgestellt

Im Sommer 2020 wollten Petra Ehrenfeld und die Grundschule Meigen eigentlich den 150. Geburtstag Maria Montessoris feiern. Bilder und Zitate in der Schule erinnern an die Pädagogin.
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Im Sommer 2020 wollten Petra Ehrenfeld und die Grundschule Meigen eigentlich den 150. Geburtstag Maria Montessoris feiern. Bilder und Zitate in der Schule erinnern an die Pädagogin.

Grundschule Meigen praktiziert ab Sommer eine Jahrgangsmischung von je zwei Klassen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Besondere Inhalte, aber auch eine besondere Form des Unterrichts mit viel Freiarbeit und jahrgangsübergreifenden Klassen, das macht die Montessori-Pädagogik an der Grundschule Meigen aus. Seit 1984 gibt es dort Montessori-Klassen, seit 2017 werden alle Schülerinnen und Schüler in den beiden Standorten Meigener Straße und Kirschbaumshöhe nach dem Konzept der Pädagogin Maria Montessori unterrichtet.

Mit Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien will man in Meigen jetzt ein verändertes Konzept umsetzen. „Anstelle der jahrgangsübergreifenden Klassen aus allen vier Jahrgängen werden wir jetzt eine Jahrgangsmischung von je zwei Klassen bilden“, erklärt Schulleiterin Petra Ehrenfeld. Starten wird man im August also mit acht Klassen 1+2 sowie acht Klassen 3+4, je vier davon an den beiden Standorten.

Auch in der Vergangenheit habe man die Mischung aus allen vier Jahrgängen nur in der Freiarbeitszeit, also in 10 bis 12 Stunden pro Woche, umgesetzt. Die übrige Unterrichtszeit war jahrgangsbezogen.

„Mit den neuen Gruppen kann man auch diesen bislang homogenen Unterricht gemeinsam anbieten, weil die Altersunterschiede nicht mehr so groß sind“, so Ehrenfeld. Auch für die Lehrer sei es zuletzt eine große Belastung gewesen, sich auf vier Unterrichtspläne gleichzeitig einzustellen, dazu ständige Gruppenwechsel an zwei Standorten. „Zukünftig müssen auch die Kinder nach der Freiarbeitsphase nicht ständig die Gruppen wechseln.“

Die Klassen bleiben über die Schulzeit eine Gemeinschaft – aus 1+2 sowie 3+4 im kommenden Schuljahr wird dann im darauffolgenden Jahr 2+3 und 4+1. „Auch diese Mischung der Großen und Kleinen ist wichtig, weil die Viertklässler das Helferprinzip ausleben können“, so die Pädagogin.

Wichtiger als die organisatorische Struktur ist Ehrenfeld aber der Inhalt der Montessori-Pädagogik, an dem man uneingeschränkt festhält. Das umfangreiche Lernmaterial für die Freiarbeit in allen Altersstufen sei ohnehin in jedem Klassenraum vorhanden. „Bei uns stehen immer alle Türen offen, die 360 Kinder der Schule arbeiten teilweise in Kleingruppen auf den Fluren.“ Auch die kosmische Erziehung, also zukunftsweisende Fragen wie „Welche Verantwortung haben wir für unsere Erde?“ will man auch mit Blick auf das Klimathema wieder verstärkt in den Fokus rücken. Die Eltern seien über die Umstrukturierung ausführlich informiert worden, noch bevor die Gremien und zuletzt die Schulkonferenz den Beschluss gefasst haben.

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