Mittagstisch in Solingen

Rüdenstein bietet den Gästen zu jeder Jahreszeit Essen aus der Region

Küchenchef Ulf Lucassen reicht mir das Risotto vom Hokkaido-Kürbis in der Gaststätte Rüdenstein an der Wupper. Fotos: Christian Beier
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Küchenchef Ulf Lucassen reicht mir das Risotto vom Hokkaido-Kürbis in der Gaststätte Rüdenstein an der Wupper.

Alteingesessene Gaststätte an der Wupper hat derzeit zusätzlich noch einen Kiosk-Betrieb

Von Daniela Neumann

Solingen. Mittwochs bis sonntags ab 12 Uhr offeriert die Küche der Gaststätte Rüdenstein neben der durchlaufenden Karte saisonale Tagesgerichte. In Obenrüden an der Wupper ist das alteingesessene Haus von Inhaberin Petra Meis eine Anlaufstelle. Für Wander- und Radbegeisterte, Schnitzel- und Pfannkuchen-Fans sowie Familien oder Grüppchen von älteren Gästen. Feiern gibt es hier ebenso, gern bei Bergischer Kaffeetafel.

Wo sonst gern Schnitzel oder Pfannkuchen auf dem Tisch stehen, bilden jetzt im Teller Reis und Kürbisfleisch den zarten Gegenpol zu Kürbiskernen.

Mit Blick auf den Spielplatz unterhalb des Gartens läuft derzeit an den Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr ein Kiosk-Betrieb mit Getränken, süß Gebackenem und Herzhaftem rund um die Wurst.

„Im September auf jeden Fall noch bei jedem Wetter“, sagt Bürochefin Petra Meis. Ihre Tochter Katrin Lucassen, zuständig fürs laufende Geschäft, hat mich eben begrüßt, deren Mann Ulf serviert mir als Leiter der Küche mein Tagesgericht. Statt für das reizvolle Kalbfleisch habe ich mich für das Risotto vom Hokkaido-Kürbis für 12 Euro entschieden. Bürgerlich und bergisch passt hier, „dabei können wir auch andere Sachen“, berichtet Petra Meis.

Genau das probiere ich jetzt. Kürbis ist für mich im Herbst immer eine Option. Wenn nicht in der Suppe, kann das Gemüse unterschiedlich im Biss sein. Hier wird es mir im Risotto, auch farblich verfeinert, sanft serviert, während Kürbis-Kerne den Biss herstellen. Eine wunderbare Idee und Variation, Happen für Happen. Balsamico am Rande macht das Gericht bistro-frisch. Und lässt es in das noch mal wieder wärmere Wetter passen.

Meine Kochmützen in der Grafik vergebe ich zufällig genauso wie letzte Woche, es ist auch diese Haltung, die letztlich doch wieder durchschimmert: Draußen oder drinnen, mittags oder später, herzhaft oder süß – es werden service-/gesprächsorientiert zu jeder Jahreszeit spezielle Angebote unterbreitet. Das ist ebenso touristisch gesehen attraktiv, auch für die Ausflugsgäste von hier. Zudem: Nicht nur das Messer kommt aus Solingen und mein stilles Wasser aus der Nachbarschaft. Eingekauft wird laut Meis möglichst viel in Solingen und Umgebung und empfiehlt mir selbst gemachtes Nuss-Eis mit Zimt-Pflaumen zum Testen . . . Mjam.

Fazit: angeregt gern.

ST-Mitarbeiterin Daniela Neumann nimmt Cafés, Bistros, Restaurants und Gaststätten in Solingen unter die Lupe. Dabei entstanden ist eine bunte Serie über den Solinger Mittagstisch im Test.

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