Mittagstisch

Das New Orleans bietet Südstaaten-Flair in Ohligs

Franziska Blokesch (l.) serviert mir das Club-Sandwich mit Kartoffeln. Weil wir für den Artikel noch reden, fange ich gleich schon an zu essen . . .
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Franziska Blokesch (l.) serviert mir das Club-Sandwich mit Kartoffeln. Weil wir für den Artikel noch reden, fange ich gleich schon an zu essen . . .

Restaurant setzt auf Fleisch-Gerichte und Kooperationen in Musikbar-Atmosphäre.

Von Daniela Neumann

Solingen. Dienstags bis freitags beginnt der kulinarische Tag im New Orleans derzeit um 11.30 und endet um 14 Uhr mit Mittagstisch zum Abholen oder als Lieferung. Auf der wöchentlich wechselnden Mittagstisch-Karte finden sich immer vier Positionen.

Ich entdecke im Internet je ein Nudel-, Sandwich-, Salat- und Fleisch-Gericht. Das Restaurant an der Emscherstraße in Ohligs hat als Basis dafür die kreolische Küche, nach der im amerikanischen New Orleans gekocht wird. „Das ist eigentlich eine gut bürgerliche Küche“, sagt Inhaberin Franziska Blokesch – „das einzig Spezielle sind die Gewürze.“ Auch den Schwerpunkt Musik der namensgebenden Stadt der Südstaaten kommt im Ohligser New Orleans zur Geltung. Coronabedingt pausieren allerdings die regelmäßigen Abende mit Livemusik als Untermalung.

Mittagstisch Solingen: Die Wahl fällt auf ein Club-Sandwich sein

. . . und nehme das zweite Toast-Dreieck aus den drei schmackhaft belegten Schichten später mit nach Hause.

Und es sind Ferien und ich bin mittags da – und ich habe ein Club-Sandwich mit Hähnchen und Kartoffeln für 9,50 Euro bestellt. Der Fokus liegt im New Orleans schon auf Fleisch, wie etwa das Angebot von Fleisch-Tastings verrät. Dazu kooperiert Alexander Bugarinovic mit einer Ohligser Weinhändlerin, wie er erzählt, als er aus der Küche kommt. Hier bilden er und Franziska Blokesch auch aus.

Wünsche der Kundschaft würden darüber hinaus sehr berücksichtigt. Das steht auch auf der Karte, die etwa auf vegetarische Varianten hinweist. Manche Gerichte hätten sich durch Gespräche und Abläufe ergeben, etwa die Platten oder Aktionsgerichte. „Für die Burger drehen wir das Fleisch durch den Fleischwolf“, betont Blokesch, und etwa Paprika-Schale werde in Brühe verarbeitet, berichtet Bugarinovic zum Ansatz. Dazu gehört auch das Beziehen des Fleisches von einem Düsseldorfer Anbieter, der auf Nachhaltigkeit achte.

Ich bin aber jetzt doch erstmal auf die Gewürze gespannt, bei deren Erwähnung Franziska Blokesch nur mit dem Finger an den Mund deutet und ein „Schhht“ formuliert. Okay, den Knoblauch schmecke ich nachher noch länger raus. Die Würze ist auf jeden Fall gut abgestimmt, damit sind die Kartoffel-Wedges als Spalten mega-lecker aufgepeppt. Klassisch ist die Konsistenz: außen knusprig, innen noch heiß und weich. Prima, das füllt alles mit Geschmack. Zitronenöl spiele dabei eine Rolle, sagt Alexander Bugarinovic schmunzelnd.

Das Club-Sandwich ist ein tolles Mittagsgericht und hier überaus sättigend. Drei Scheiben Toast sind die Basis, etwas ist angebrannt, ganz wenig, so dass es fast nur als Röstaroma rüberkommt. Dazwischen liegen große Tomatenscheiben, kleine Gewürzgurkenschnitte, Salat und ordentlich helle Soße. Das Hähnchen kommt gegen sie doch gut durch.

Fazit: Grundsolide Küche mit Würze.

ST-Mitarbeiterin Daniela Neumann nimmt Cafés, Bistros, Restaurants und Gaststätten in Solingen unter die Lupe. Dabei entstanden ist eine bunte Serie über den Solinger Mittagstisch im Test.

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