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Mittagstisch: Das Esszimmer hat Hausgemachtes derzeit zum Abholen parat

Lisanna Görtz (links) reicht mir die Mitnahme-Portion im großen Mehrweg-Glas. Fotos: Christian Beier
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Lisanna Görtz (links) reicht mir die Mitnahme-Portion im großen Mehrweg-Glas.

Gastronom Gerd König führt seinen Betrieb in den Räumen des früheren Croatia in Ohligs.

Von Daniela Neumann

Solingen. Dienstags bis samstags von 12 bis 19 Uhr ist die Tür zum Esszimmer an der Aachener Straße direkt am Ohligser Marktplatz geöffnet. Hier bietet Gastronom Gerd König derzeit nur zur Abholung seine hausgemachten Speisen an. Diese werden gekocht beziehungsweise zubereitet in Mehrweg-Gläsern mitgegeben und zu Hause erwärmt oder im Falle von Salaten direkt gegessen. „Der Grundgedanke ist, dass es Sachen aus dem großen Topf gibt, die so einfach besser schmecken“, sagt König. Der Grünkohl sei dabei ein beliebter Klassiker, so dass er nun länger auf der sonst wöchentlich erneuerten Karte bleibe.

So zeigt Gerd König im Esszimmer den Gemüse-Couscous. Ich würde ihn bei seinem Catering bestellen.

Zu den warm zu genießenden Gerichten wie Suppen, Eintöpfen oder Bolognese sind auch kalt-warme Salate in moderner Form als oft sogenannte Bowls hinzugekommen. Inspirieren lasse er sich vom Angebot auf dem regionalen wie saisonalen Markt, verrät König. Die puristische, doch gemütliche Runde der im Herbst 2020 renovierten und bezogenen Räumen des ehemaligen Restaurants Croatia ist auch an der Tür spürbar.

In weißer Schrift auf schwarzen Bistro-Tafeln stehen Infos, und um sich bemerkbar zu machen, ermuntert ein Hinweis die Abholenden, zu hupen. Davon macht in meiner Zeit vor Ort jedoch niemand Gebrauch, denn Lisanna Görtz hat als versierte Service-Frau alles im Blick.

Sie erzählt vom Mehrweg-Gläser-Konzept, das ohne Pfand auf Wiederkehren beruhe und das in der praktischen Erprobung läuft. Zu Mittag habe ich mir Gemüse-Couscous vegan mit Spinat, Falafel und Rote-Bete-Hummus für 7,50 Euro ausgesucht. Als ich das große Glas sehe, in das die Zutaten eingeschichtet sind, denke ich sofort, dass das auch ein tolles Geschenk wäre, ähnlich wie diese halbwegs bekannten Backmischungen im Glas, die selbst gestaltbar sind.

Ich bin begeistert, wie farbenfroh und frisch das Essen bei mir zu Hause aussieht. Ich angele es mit einem langen Löffel, der Vorsicht halber nicht aus Metall, um das Glas nicht zu beschädigen. Die Falafel, traditionell aus Kichererbsen, könnte ich erwärmen, muss ich nicht – ich lasse sie so und genieße sie mit dem Rote-Bete-Hummus. Das ist definitiv eine Entdeckung! Die Champignons sowie bunte Paprika-, Tomaten- und Zucchini-Stücke schmecken aus sich intensiv. Die knackigen Paprika ersetzen mir Cashew-Nüsse schon als Biss. Limette ist als Deko und süffig-saurer Geschmacksprovokateur i-Tüpfelchen.

Fazit: Toller Frische-Kick.

ST-Mitarbeiterin Daniela Neumann nimmt Cafés, Bistros, Restaurants und Gaststätten in Solingen unter die Lupe. Dabei entstanden ist eine bunte Serie über den Solinger Mittagstisch im Test.

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