„Mitarbeiter haben zwischenzeitlich enorm viel zu tun“

„Wir konnten die Infektionswege schnell erkennen“, sagte Dr. Annette Heibges bei der 11. Konferenz Alter und Pflege. Archivfoto: Christian Beier
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„Wir konnten die Infektionswege schnell erkennen“, sagte Dr. Annette Heibges bei der 11. Konferenz Alter und Pflege. Archivfoto: Christian Beier

Gesundheitsamtsleiterin Dr. Annette Heibges verteidigt Vorgehen der Stadt in der Corona-Krise

Von Jutta Schreiber-Lenz

Auch bei der 11. Konferenz Alter und Pflege war die Corona-Krise vorherrschendes Thema. Am Mittwochnachmittag gab es im Zentrum Frieden gegenseitige Dankesworte von Gremiumsmitgliedern und von den Stadtdiensten Gesundheit und Soziales. „Wir haben bisher gut vernetzt miteinander gearbeitet, sind schnell zusammengerückt und konnten diese kurzen Austauschwege nutzen, um Infektionswege schnell zu erkennen“, betonte Dr. Annette Heibges, Leiterin des Solinger Gesundheitsamtes. Zugleich warb sie für Verständnis und Nachsicht, falls etwa mal das Telefon dauerbesetzt war „Es war zwischenzeitlich enorm viel zu tun“.

Dass andere Stadtdienste Personal zur Verfügung gestellt habe und aktuell wegen der wieder steigenden Infektionszahlen auch wieder stelle, helfe enorm. „Aber natürlich müssen da dann mal schnell nebenbei auch Arbeitsplätze eingerichtet und die neuen Kollegen eingearbeitet werden.“

Aber auch kritische Töne kamen aus dem Auditorium wie zum Beispiel von Tassilo Mesenhöller, Geschäftsführer und Einrichtungsleiter beim Hauspflegeverein Teheïm Solingen, einer Einrichtung, die insbesondere den Bereich Tags- und Kurzzeitpflege sowie ambulante Versorgung pflegebedürftiger Senioren abdeckt. Er sprach den in der Praxis herrschenden „Kürmel“ bei den Corona-Tests an. Da gebe es häufig keine klar erkennbare und nachvollziehbare Linie, wer wann und wie oft Abstriche gemacht machen muss. Zum Beispiel nach kurzen stationären Aufenthalten in einer Klinik.

Neuer Bedarfsplan für Versorgung mit Pflegeplätzen

Angehörige müssten auf diese Weise oft Zeiten überbrücken, in denen sie ihren Vater oder Mutter nicht in die Tagespflege bringen dürfen, weil noch Ergebnisse ausstünden – mitunter sei offenbar dafür kein Personal vorhanden. Mit dieser Anmerkung erntete er zustimmendes Nicken sowohl bei Dr. Annette Heibges als auch bei Dezernent Jan Welzel, Konferenz-Vorsitzender und Ressortleiter Soziales. Diese Schwäche im System sei bekannt, man arbeite zügig daran, hier nachzubessern, versprach Heibges.

Andrea Noe-Kückelhaus stellte im weiteren Verlauf der Sitzung den angepassten neuen Bedarfsplan für die Versorgung mit Pflegeplätzen in Solinger Einrichtungen vor, den das Gremium absegnete und der damit im Rat beschlossen werden kann. Nach wie vor sei ein steigender Bedarf da.

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