Explodierende Gaspreise

Mit diesen baulichen Maßnahmen Energie sparen

Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmen: Das ist eine der Möglichkeiten, den Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden zu senken.
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Heizungsrohre in unbeheizten Räumen dämmen: Das ist eine der Möglichkeiten, den Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden zu senken.

Verbraucherzentrale gibt Tipps für die kommende Heizperiode.

Von Manuel Böhnke

Solingen. In den kommenden Tagen soll das Thermometer die 30-Grad-Marke übersteigen. Normalerweise ist das nicht der typische Zeitpunkt, um sich Gedanken über den Winter zu machen. Doch die steigenden Energiekosten lassen bereits jetzt viele Solinger sorgenvoll auf die kommende Heizperiode blicken. „Für alle Betroffenen heißt es nun, möglichst zahlreiche Möglichkeiten zu nutzen, um Energie einzusparen“, wissen auch die Verantwortlichen der Solinger Beratungsstelle der Verbraucherzentrale. Sie kennen einige kleine bauliche Maßnahmen, mit denen sich positive Effekte erzielen lassen.

Vorhänge: In vielen Wohnungen und Häusern gehören sie ohnehin zur Ausstattung, alle anderen sollten ebenfalls darüber nachdenken: Vorhänge. Mit ihnen lasse sich ein „Pufferraum“ schaffen, der den Wärmefluss durch die Fenster reduziere. „Der Vorhang muss nicht unbedingt dick sein, auch wenn dies die Wirksamkeit verstärkt. Auch ein dünner, lichtdurchlässiger Stoff ist effektiv, solange er vollflächig vor der Verglasung und nicht vor dem Heizkörper angebracht ist“, erklären die Verbraucherschützer. Doch welcher Effekt lässt sich damit erzielen? Bei einem Fenster mit Isolierverglasung, wie es Anfang der 1990er Jahre üblich gewesen ist, sei es möglich, die Energieverluste mit Vorhängen um 35 Prozent und mehr zu reduzieren.

Rollladenkästen:Insbesondere in Altbauten seien Rollladenkästen „häufig eine besondere Schwachstelle, die nicht erkannt wird“. Vor allem vor den 1990ern eingebaute Modelle seien im Regelfall nicht gedämmt. Mit einfachen Handgriffen lasse sich das jedoch ändern – entsprechende Einbaukomponenten seien im Handel erhältlich. Dieser Schritt erweise sich als sinnvoll, ist noch keine Fassadendämmung vorhanden. „So kann eine einfache und günstige Dämmung eines Rollladenkastens die Wärmeverluste des gesamten Fensters um bis zu 15 Prozent senken“, betonen die Verbraucherschützer.

Heizungsrohre: Laufen Heizungsrohre durch ungeheizte Räume, droht auf dem Weg zwischen Heizkessel und Wohnraum Wärmeverlust. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass es ohnehin gesetzlich vorgeschrieben sei, diese nachträglich zu dämmen. Die Maßnahme sei zudem sinnvoll, um den Energieverbrauch und damit Kosten zu senken. Die Ummantelungen seien inklusive Verkleidungen für Ventile und ähnliche Armaturen im Fachhandel für „überschaubares Budget“ zu kriegen, die Installation sei keine besondere Herausforderung. „Diese energetische Maßnahme amortisiert sich üblicherweise schon in einer Heizperiode und spart langfristig Energie und Geld.“

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Gedämmte Decken: Wieder eine Besonderheit, die vor allem auf Altbauten zutrifft: nicht gedämmte Decken des unbeheizten Kellers oder zum Dachboden. Die Dämmung lasse sich in den meisten Fällen „mit etwas handwerklichem Geschick“ nachrüsten. Wichtig sei, die Dämmung vollflächig, ohne Lücken umzusetzen. Die laut der Verbraucherzentrale erzielbare Effekte sind bemerkenswert: „Die optimale Dämmung der obersten Geschossdecke kann in einem ansonsten ungedämmten Altbau den Heizenergiebedarf um mehr als 20 Prozent senken – zu vertretbaren Kosten.“

Energieberatung

Zu vielen Fragen rund um die Themen Strom und Heizen bietet der Solinger Standort der Verbraucherzentrale eine Energieberatung an. Es ist möglich, diese telefonisch oder per Videochat wahrzunehmen. Terminvereinbarungen sind möglich unter Tel. (02 12) 22 65 76-01, per E-Mail (solingen@verbraucherzentrale.nrw) oder online: www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/solingen

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