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Mit dem ST wandern: Von der Wupper führt ein Abstecher auf die Höhen

Die Wupper-Vorsperre ist Ausgangspunkt und Ziel des Wasserweges in Hückeswagen.
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Die Wupper-Vorsperre ist Ausgangspunkt und Ziel des Wasserweges in Hückeswagen.

Das ST stellt Wanderrouten vor – heute geht es über den Wasserweg in Hückeswagen.

Von Daniel Juhr

Hückeswagen. Warum prägte und prägt Wasser das Bergische Land so sehr wie kein anderes Element? Wie funktioniert die Wupper-Talsperre? Und warum heißt es, sie habe das Wasser im Tal der Wupper gezähmt? Welche Dimensionen hat die Talsperre, und weshalb gilt sie als Kraftwerk? Auf diese und viele weitere spannende Fragen gibt es Antworten auf dem Wasserweg in Hückeswagen.

Der zweite der Bergischen Streifzüge ist mit seinen 4,3 Kilometern der kürzeste und auch leichteste – er führt einmal um die größte Wupper-Vorsperre, kommt praktisch ohne Steigungen aus und ist kinderwagengeeignet. Nicht nur deshalb eignet er sich für einen Familienausflug. Sondern auch, weil auf den fünf Infotafeln große und kleine Wanderinnen und Wanderer über das Element Wasser informiert werden. Für die Jüngsten übernimmt das die Maus aus der gleichnamigen Sendung.

Weil das hügelige Hückeswagener Hinterland ebenfalls einen Besuch wert ist, enthält die hier beschriebene Route einen abenteuerlichen Abstecher und ist daher sechseinhalb Kilometer lang. Sie dürfte auch Kindern großen Spaß bereiten, ein Kinderwagen kann da aber nicht mit. Wer den braucht, überlegt am besten vorher: Soll es nur die Wasserrunde sein oder die mit dem Abstecher auf den Berg?

So oder so starten wir vom Wanderparkplatz der Wuppervorsperre, direkt hinter der Firma Pflitsch, einem der größten Arbeitgeber der Schlossstadt Hückeswagen. Nach wenigen Metern schimmert bereits das Wasser der Vorsperre, und über einen gut zu laufenden Kiesweg geht es immer am Ufer entlang. Links erstreckt sich anfangs das riesige Klärwerk des Wupperverbandes, der im Einzugsgebiet der Wupper 14 Talsperren betreibt. Später begleiten uns immer wieder schroffe Felsformationen. Und weitere Infoschilder, denn auch von den bergischen Wäldern und ihren tierischen Bewohnern wird entlang des Wasserwegs erzählt.

Nach genau zweieinhalb Kilometern, und damit kurz nachdem wir über den Damm die Vorsperre gequert haben, stellt sich die Frage: Geradeaus über den Wasserweg zurück oder links ab auf einen verschlungenen Pfad Richtung Hückeswagener Höhen? Wir nehmen den Pfad und erreichen kurz darauf ein Wohnhaus im Wald. Nicht wundern, wir laufen quasi über dessen Hofeinfahrt und dann die Pixberger Mühle hoch bis zur Kreisstraße K 11. Dieser folgen wir nur einige Meter nach links und biegen schnell wieder nach rechts in den Wald ab.

Mit dem ST wandern: Im stetigen Zickzack am Leiverbach entlang

Jetzt wird es abenteuerlich: Wir laufen in einem stetig steiler werdenden Zickzack entlang des schmalen Leiverbaches, den wir auch einmal überqueren, bis zu einem Wiesenweg hoch. Insgesamt ist dieser Aufstieg von der Wuppersperre rund anderthalb Kilometer lang. Lohn der Mühen ist ein atemberaubender Ausblick über schier endlose, saftig grüne Wiesen und Weiden. Wie auf einer bayrischen Alm. Und das Beste: Der Weg führt mitten durch das Grün, bis wir am Ende scharf rechts auf den Wanderweg A2 abbiegen.

Damit aber längst nicht genug der schönen Aussichten. Nach einem halben Kilometer lohnt sich eine Kaffeepause an der Schutzhütte nahe der Ortschaft Böckel, die sich rechts ins Tal erstreckt. Der Blick aber schweift nach links. Denn von der Sitzbank vor der Hütte blickt man über halb Hückeswagen, inklusive Schloss. Einfach großartig.

Mit dem ST wandern: Blick auf die idyllische Hofschaft Frohnhausen

Gut gestärkt folgen wir weiter dem Wanderweg A2 und genießen die tolle Aussicht, bis der Pfad schmaler und abschüssiger wird – es geht in den Wald hinein und zurück ins Tal. Aus dem Augenwinkel sehen wir noch links die idyllische Hofschaft Frohnhausen, die bereits im Jahr 1407 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Unten angekommen, biegen wir rechts auf den Frohnhauser Weg, laufen durch das dortige Wohngebiet und biegen rechts in die Pixberger Straße ab. Achtung, hier können Autos entgegenkommen, deshalb ziehen wir auf den folgenden 250 Metern bergauf ein bisschen das Tempo an und biegen an der nächsten Möglichkeit links in einen schönen Waldweg ein, der uns direkt bis zur Vorsperre führt.

Dort geht es dann scharf links ab – und damit zurück auf den Wasserweg und zur letzten Infotafel. Die steht nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt. Und hier wird dem kleinen und großen Wanderer erzählt, wie der Fluss sich von der Kloake zurück in einen Lebensraum für Tier und Mensch verwandelte.

Wanderung 21

Wasserweg mit Abstecher in die Höhen

Länge Wasserweg: 4,3 Kilometer

Länge der hier beschriebenen Route: 6,5 Kilometer

Dauer: ca. 1 bis 3 Stunden

Einkehren: Cafés und Restaurants in der Hückeswagener Innenstadt, (je nach Coronaregeln) ca. 500 Meter vom Wanderparkplatz entfernt

Pause machen: Auf einer der vielen Bänke entlang der Wupper-Vorsperre und an der Schutzhütte nahe der Ortschaft Böckel

Parken: Wanderparkplatz an der Ernst-Pflitsch-Straße

Gut zu wissen: Der Wasserweg selbst verläuft komplett eben entlang der Vorsperre und ist kinderwagengeeignet, der Abstecher in die Höhen nicht.

Download für Wanderprofis: Hier stellen wir Ihnen die Daten für diese Route als gpx-Download zum Wandern mit Smartphone oder GPS-Gerät zur Verfügung. Sie können die Datei in einer entsprechenden Navigations-App hochladen: GPX-Track Wasserweg in Hückeswagen

Weitere Wanderstrecken innerhalb und um Solingen, finden Sie auf unserer Überblicksseite.

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