Gute Seiten 2020

Millionen für die Schul-Digitalisierung

Im September übergab NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer den Förderbescheid über 3,15 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule im Humboldtgymnasium an Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Archivfoto: Christian Beier
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Im September übergab NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer den Förderbescheid über 3,15 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule im Humboldtgymnasium an Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Die „Gute Seite 2020“: Vom Schulministerium gab es viel Fördergeld – aber auch die Ausbremsung des „Solinger Wegs“.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Wenn es darum geht, mit guten Konzepten und zudem schnell Projekte beim Land oder Bund zu platzieren, für die es Fördermittel gibt, dann war Solingen auch in diesem Jahr immer ganz vorne mit dabei. Nachdem schon für den Um- und Neubau am Technischen Berufskolleg Millionen vom Land nach Solingen fließen, konnte die Stadtspitze in diesem Herbst beim Thema Digitalisierung an Schulen überzeugen.

Eine Milliarde Euro umfasst der „Digitalpakt Schule in Nordrhein Westfalen“. Davon wurden bislang nur gut 15 Millionen Euro von den NRW-Kommunen abgerufen. „Solingen befindet sich mit mehr als 3,1 Millionen Euro an der Spitze“, lobte NRW-Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) im September das Engagement in der Klingenstadt rund um das Thema Digitalisierung von Schulen. Um diese Summe als Zuwendungsbescheid offiziell zu übergeben, war die NRW-Schul- und Bildungsministerin im Herbst extra zu einem Besuch ins Humboldtgymnasium gekommen.

Mit den 3,15 Millionen Euro aus dem Digitalpakt plus 350 000 Euro der Stadt als Eigenanteil werden derzeit die schnellen Internet-Verbindungen in die Schulen, die Inhouse-Verkabelungen in den Gebäuden und das flächendeckende Wlan finanziert. Nachdem 2018 das Humboldtgymnasium, die Theodor-Heuss-Realschule und das Friedrich-List-Berufskolleg als Pilotschulen gestartet waren, kamen 2019 zahlreiche weitere Schulen hinzu.

„Alle weiterführenden Schulen können digital arbeiten“, so Stadt-Sprecherin Sabine Rische. „Im Laufe des ersten Quartals 2021 werden wir auch das Ziel erreichen, alle Schulen einheitlich mit Wlan auszurüsten.“ Coronabedingt habe es Verzögerungen gegeben. Zurzeit fehlen noch insgesamt acht Schulen, darunter zwei weiterführende.

„Aber sowohl die Albert-Schweitzer-Realschule als auch die Alexander-Coppel-Gesamtschule verfügen über ein eigenes funktionierendes System“, so Rische. Für die Stadt koordiniert Dirk Wagner den digitalen Ausbau der Schulen. Der Ressortleiter Verwaltungssteuerung betonte im Herbst: „Die 3,15 Millionen aus dem ersten Zuwendungsbescheid sind ein wichtiger Schritt für die Infrastruktur.“

Aber Solingen bleibt weiter am Ball. Mittlerweile sind für den digitalen Ausbau der Schulen schon weitere Pläne für insgesamt 7,6 Millionen Euro Fördermittel konzipiert. „Alle Anträge für diese gesamte Summe aus dem Digitalpakt sind gestellt“, bestätigt Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne) aktuell.

Die weiteren Fördermittel sollen für Endgeräte wie Computer und Laptops sowie für Präsentationstechnik wie Whiteboards und Beamer in den Klassen genutzt werden, skizziert Dagmar Becker die weiteren Schritte.

Die Förderung durch den Digitalpakt sorgt für Freude bei Stadt und Schulen. Auch wenn zwischenzeitlich eine frostige Stimmung zwischen Solingen und der NRW-Schulministerin herrschte. Über Wochen hatte sich das Ministerium geweigert, den „Solinger Weg“, also den abwechselnden Unterricht digital zu Hause und in der Schule, zu genehmigen.

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