Digitale Vorstellung

Messdiener drehen Film zur Nachwuchswerbung

Gekonnt führen Messdiener der Gemeinde St. Sebastian vor, wie Evangeliumsleuchter angemessen getragen werden. Foto: Andreas Horn
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Gekonnt führen Messdiener der Gemeinde St. Sebastian vor, wie Evangeliumsleuchter angemessen getragen werden.

Wie das Weihrauchfass geschwenkt und der Evangelienleuchter getragen wird.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Nicht im Ententanz und auch nicht auf Inlinern zieht man als Messdiener-Gruppe in die Kirche ein – und dass man die Evangeliumsleuchter nicht wie ein Gewehr schultert, sondern still und feierlich vor sich herträgt, machen die Kinder und Jugendlichen von St. Sebastian in ihrem Imagefilm auch deutlich.

An zwei Wochenenden drehte Diakon Kurt Dohmen mit jeweils 15 aktiven Messdienern einen Imagefilm fürs Internet, um die Aufgaben und das Wirken der jungen Leute in der Messe zu erläutern. „Üblicherweise sprechen wir sonst den aktuellen Kommunionsjahrgang an, ob jemand Lust hat, sich uns anzuschließen“, sagt Dohmen. „Aber durch die Pandemie fielen die Termine und die Vorbereitungen dafür im Frühling aus und so kamen wir auf die Idee, uns digital vorzustellen, zumal wir durch die besonderen Umstände auch keine Einsätze mehr hatten.“

„Wir proben nichts, sondern legen sofort los.“

Diakon Kurt Dohmen zum Videodreh

Angelehnt an ein „Knigge“- Format bei Youtube, in dem immer die korrekte Verhaltens-Version der „So nicht“-Variante gegenübersteht, wird beim Zuschauen schnell klar, was ein Messdiener überhaupt macht – und was eben nicht macht. Beispiele sind etwa die Bibel anreichen und festhalten, damit der Priester das Tagesgebet ablesen kann, statt hektisch damit vor seinen Augen herumzufuchteln; Hostien in die Gabenkelche füllen und eben keine Gummibärchen oder Chips; das Weihrauch- Fass vorsichtig schwenken und nicht so wild, dass es den Feueralarm auslöst. Vieles wird im Video gezeigt, was zur Zeremonie katholischer Messen gehört.

Gutgelaunt und voller Ideen hatten sich die jungen Leute in der Sakristei von St. Joseph in Ohligs getroffen, um nach einem ersten erfolgreichen Drehtag den zweiten folgen zu lassen. „Wir proben nichts, sondern besprechen kurz, was wir machen und legen sofort los. Das hat letzte Woche schon prima so funktioniert“, sagte Kurt Dohmen. Er brachte Kamera und Stativ in Position, während sich die jungen Leute ihre Gewänder überstreiften und die Plaketten umhängten, die sie als Messdiener ausweisen. „Die bekommt jeder, der an dem mehrwöchigen Messdiener-Kurzseminar der Gemeinde teilgenommen hat und somit Hintergründe, Sinn und die Praxisrituale einer Messe kennt.“ Es werde stets Nachwuchs im Team gebraucht, weil nicht jeder jede Woche Zeit habe und weil viele Kinder und Jugendliche das auch nicht jahrelang machen möchten, sondern nach einiger Zeit andere Verpflichtungen eingingen, sagte Dohmen. Wer Interesse hat, kann sich gerne an Kurt Dohmen wenden, Tel. (01 60) 99 51 02 79, oder die bereits fertigen Sequenzen online ansehen: https://t1p.de/s4ax

Messdiener

Voraussetzung: Von Gemeinde zu Gemeinde ist es unterschiedlich, wer Messdiener werden kann. Als Grundregel gilt meist, dass ein Messdiener (auch Ministrant genannt) die erste heilige Kommunion bereits empfangen hat.

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