Mein Leben als Papa

Acht Jungs zu Besuch: Hannes feiert „Polizeigeburtstag“

Waffeln, Polizeikuchen, Schokoküsse: Hungrig ging niemand heim. Foto: gf
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Waffeln, Polizeikuchen, Schokoküsse: Hungrig ging niemand heim.

RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

Sechs Jahre! Oder wie Michel es ausdrückt: „Hannes ist jetzt älter als eine Hand.“ Es war ein aufregendes Geburtstagswochenende für den Großen. Mit vielen Geschenken und der Familie am Samstag, vor allem aber mit dem lang ersehnten Besuch seiner besten Freunde am Sonntag. Der Kindergeburtstag im Zeitraffer . . .

10.50 Uhr: Um 11 Uhr soll es losgehen, Hannes kann es kaum erwarten. Mit seinem „Wie lange noch?“ treibt er mich in den Wahnsinn. „Ich kann die Zeit auch nicht vordrehen, Hannes. Keiner kann das“, belehre ich ihn genervt. „Doch“, pampt er zurück, „der liebe Gott kann das“.

10.55 Uhr: Irgendeine Macht hat zumindest dafür gesorgt, dass die ersten Gäste fünf Minuten zu früh vor der Tür stehen. Paul und Luca, die Zwillinge, sind zum ersten Mal bei uns und ganz heiß drauf, dass Hannes ihre Geschenke auspackt. Wir warten aber noch, bis alle da sind.

11.08 Uhr: „Na, wir zwei haben uns ja lange nicht gesehen“, begrüßt Schulkind Max das Noch-Kindergartenkind Julian. Groß sind sie geworden.

11.20 Uhr: Joshua kommt später, an die Geschenke denkt gerade ohnehin niemand mehr. Alle spielen im Kinderzimmer mit den Polizei- und SEK-Spielsachen, die Hannes gestern auspacken durfte und liebevoll für seine von ihm als „Polizeigeburtstag“ angekündigte Party drapiert hatte.

11.32 Uhr: Nichts ist mehr drapiert. Großeinsatz für Polizei und SEK. Alle Jungs sind zufrieden. Läuft.

11.45 Uhr: Joshua ist da. Hannes darf auspacken. Beim Geschenk von Paul und Luca sind auch Süßigkeiten dabei – und mir wird klar, warum Hannes es so schnell auspacken sollte. Okay, jeder noch ein Maoam vor dem Mittagessen.

12.10 Uhr: Alle stehen mit ihrem Teller in der Küche an. Es gibt Würstchen mit Brötchen und Ketchup. Ohne Ketchup, aber mit Mayo. Nur Würstchen. Ohne Pelle. Oder nur Brötchen.

12.30 Uhr: Alle satt.

12.40 Uhr: Die acht gestärkten Jungs zeigen, was sie draufhaben. Es fallen kurze Anweisungen wie „Wer höher springt“ oder „Wer schneller läuft“. Es geht ordentlich zur Sache. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Knochenbrüche, Blaulicht, Gipsverbände. Hat ja keiner gesagt, so ein Kindergeburtstag sei ein Kindergeburtstag.

12.57 Uhr: Niemand verletzt. Wir schwenken auf altbewährte Klassiker um. Stellen sich die acht Polizisten bei den drei vorbereiteten Spielen gut an, erhalten sie den dreistelligen Zahlencode für den gestohlenen Tresor, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Kosmetikkoffer heißt.

13.05 Uhr: Beim Stopptanz ist eine deutliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen. Auch Michel macht super mit, ist mit der Liederauswahl aber unzufrieden. „Ich will lieber die Toten Hosen hören“, beschwert er sich.

13.23 Uhr: „Wärmer, wärmer, kalt, heeeiiiß!“ Beim Topfschlagen fühle ich mich wieder jung, stelle allerdings fest, dass ich mit 41 Jahren älter bin als alle acht Jungs zusammen.

13.40 Uhr: Beim Schokokuss-Wettessen verdienen sie sich die dritte Zahl für den Tresor und noch ein Stück vom Polizeiauto-Kuchen, den die Tante gebacken hat. Mein Glück: Die Waffeln bleiben fast unberührt.

14 Uhr: Der Tresor ist geknackt, alle Gäste gehen mit kleinen Geschenken nach Hause, Hannes und Michel sind kaputt, aber glücklich. Ich auch. Die Jungs waren echt nett. Und die drei Stunden vergingen wie im Flug. Der liebe Gott kann die Zeit wirklich vordrehen.

Die Kolumne über Hannes und Michel gibt es auch als Buch.

„Mein Leben als Papa“ gibt es als Buch für 12,90 Euro in der RGA-Geschäftsstelle, im Buchhandel und im Internet: bergisch-bestes.de

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