Ohligs

Mehr Raum für Gastro und Co.: Lennestraße soll gesperrt werden

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Die Ohligser Jongens wollen Ohligs-West zu einem Szeneviertel entwickeln.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Verkehrssicher, umweltfreundlich, Aufenthaltsqualität. Diese drei Kriterien stehen bei den Ohligser Jongens bei der Umgestaltung des Ohligser Westens ganz oben auf der Prioritätenliste. „Es ist ein attraktiver Standort und dieser muss weiter vorangetrieben werden“, sagt der Präsident des Vereins, Jörg Wacker. Deshalb fordern die Ohligser Jongens unter anderem die Umleitung des Individual- und Busverkehrs aus der Lennestraße und unteren Düsseldorfer Straße, die Erweiterung der Fußgängerzone in unter anderem diesen Bereichen und eine umfassende Begrünung der dann neuen Fußgängerzone. Mit der Stadt laufen bereits seit längerem Gespräche.

„Wir können nur Erfolg haben.“
Ohligser Jongens

Initialzündung für die Urbanisierung des „West4tel“ – so lautet der Arbeitstitel des Projektes – war der Kneipenfreitag, der im vergangenen Jahr zum fünften Mal stattgefunden hatte. „Ohligs war an dem Tag voll, die Solinger und auch die Bürger aus den umliegenden Städten Langenfeld oder Düsseldorf, haben die Gastronomie gerne genutzt“, erklärt Jörg Wacker. Rund um die Kreuzungen der Weststraße mit der Lippe-, Lenne- und Emscherstraße haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Gaststätten und Bistros angesiedelt.

Allerdings müssen für eine gute Gastronomieszene in Ohligs-West auch die Rahmenbedingungen geschaffen werden. „Wenn die Busse durch den Doppelkreisel auf der Weststraße fahren und dann auf die Lennestraße, haben die Wirte keine Chance ihre Außengastronomie zu erweitern“, erklärt Michael Vermöhlen, der im Verein gemeinsam mit Michael Morsbach an dem Schwerpunkt Fläche und Gastronomie arbeitet. Deshalb soll der Busverkehr, der derzeit von der Talstraße kommend auf die Lennestraße, die Düsseldorfer Straße und dann auf die Bonner Straße abbiegt, verlagert werden. Die Busse, die auf dieser Strecke auf insgesamt sechs Linien unterwegs sind, sollen dann von der Talstraße aus direkt auf die Bonner Straße abbiegen. „Dadurch entsteht keine Mehrbelastung, sondern nur eine Verschiebung des Verkehrs und eine Beruhigung der Lennestraße“, erklärt Joachim Junker, Geschäftsführer der Ohligser Jongens. Beim Dürpelfest würde diese Umleitung bereits gut funktionieren.

Michael Morsbach (l.) und Michael Vermöhlen zeigen den Projekttitel „West4tel“.

Die Lennestraße kann dann für den Verkehr gesperrt werden. Das stellt die erste Stufe der Urbanisierung und Quartierentwicklung dar. „Aus der Beruhigung der Lennestraße ergibt sich eine automatische Beruhigung eines Teilstücks der Düsseldorfer und Aachener Straße“, darauf weist Vermöhlen hin. Die Ohligser Fußgängerzone wird dadurch erweitert. Für die Verbesserung des Klimas sei es zudem ein wichtiger Aspekt, die Lennestraße so weit wie möglich zu bepflanzen, „mit bewegbaren Bäumen oder Sträuchern.“ Denn Ohligs ist klimatechnisch ein Hotspot.

Zudem soll der Doppelkreisel auf der Weststraße weichen. Vor dem Bistro Büro könnte so eine Grünfläche bis hin zu den jetzigen Bäumen auf den Verkehrsinseln entstehen, die den Doppelkreisel markieren. Dort könnten ansässige Wirte ihre Außengastronomie erweitern.

Ins Rollen gebracht werden soll die Urbanisierung bis 2022, wenn auch das angrenzende O-Quartier fertig werden soll. Es sei aber ein Prozess, wenn im Frühjahr probeweise die Lennestraße gesperrt werden dürfte, komme alles andere von alleine. Verkehrstechnisch und finanziell sei das ohne Weiteres möglich. „Wir können nur Erfolg haben“, betonen die Jongens.

Auswirkungen

Durch die Umgestaltung von Ohligs erhoffen sich die Jongens positive Auswirkungen: Kosteneinsparung und Luftverbesserung durch Umleitung der Busse, Verbesserung der Lebensqualität für Anwohner und Besucher, Klimaverbesserung durch Begrünungskonzept, Ausbaupotenzial für bestehende und neue Gastronomie, und mehr.

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