Informationstag

Max-Leven-Zentrum will sich weiter öffnen

Verein lädt zum Informationstag ein – Workshop-Reihe wird bis September fortgeführt

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Der Verein Max-Leven-Zentrum stellt sich bei einem Informationstag im Zentrum für verfolgte Künste vor. Am Samstag, 20. August, können Besucherinnen und Besucher von 13 bis 17 Uhr an themenbezogenen Kurzführungen durch die dortige Ausstellung „ . . . und laut zu sagen: Nein“ teilnehmen. Die Ausstellung bildet die Basis für die zukünftige Bildungs- und Gedenkstätte an der Max-Leven-Gasse legt. Sie zeigt Widerstand und Verfolgung, die Täterseite ebenso wie die Mehrheitsgesellschaft, die Auswirkungen des NS-Systems und des Krieges auf unsere Stadt.

Armin Schulte behandelt bei einer Führung das Thema „Zwangsarbeit“, Annette Checchin und Dr. Ulrike Spengler-Reffgen beleuchten den christlichen Widerstand. Horst Sassin berichtet über „Verfolgung von Juden und Jüdinnen“, Petra Lindenau über „Frauen im Widerstand“. Abschließend geht es bei Dietmar Gaida um „Gedenken und Erinnern,“ bevor Holger Kahle in seinem Beitrag intensiv über das Kriegsende berichten wird.

„Dieser Tag der offenen Tür gibt Interessierten einmal ohne Eintritt und ohne Anmeldung die Möglichkeiten, von Expertenwissen zu profitieren und sich dem Themenkomplex anzunähern“, sagt Daniela Tobias, Vorsitzende des Vereins Max-Leven-Zentrum. „Auch jenseits der Führungen stehen Ansprechpartner für eventuelle Rückfragen zur Verfügung“.

Im Anschluss findet ein Sommerfest für Mitglieder und Unterstützer im Zentrum statt. „Wir haben viel tat- und/oder zahlungskräftige Hilfe erfahren, das möchten wir jetzt würdigen“, sagt Tobias.

Ferner lädt der Verein am 24. August zum zweiten Workshop der Heimatwerkstatt mit Ausflug in die Bergische Synagoge in Wuppertal ein. Es ist das Gotteshaus der Jüdischen Gemeinde Wuppertal, der auch die Solinger Jüdinnen und Juden angehören. Ein Treffen mit dem Gemeindevorsitzenden Leonid Goldberg zum Austausch über jüdisches Leben und jüdischen Glauben im Bergischen Land steht auf dem Programm. Daran schließt sich ein Besuch des koscheren „Café Negev“ an. Männer und Jungen werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen, es stehen aber auch Kippot zur Verfügung.

Der erste Heimwerkstatt-Workshop am 17. Juni beschäftigte sich mit dem jüdischen Leben in Solingen und war sozusagen eine Bestandsaufnahme: „Wir möchten künftig verstärkt Jugendliche erreichen“, fasst Daniela Tobias die Erkenntnisse dieses Arbeitstreffens zusammen. Zum Beispiel sei das virtuelle Modell der Synagoge, das die Firma Excit 3D entwickelt habe, auf großes Interesse gestoßen. Auch wolle man die Kooperation mit den Schulen verstärken und fester Teil des Lehrprogramms werden.

Die Workshop-Reihe, die am 16. September mit einem dritten Teil zu Solinger Orten der Erinnerung führt, findet ihren Abschluss am 25. September. Dann sollen kreative Ideen entwickelt werden, wie sich die Optik des alten Bunkers an der Malteserstraße gestalten lässt. Dort soll an die von den Nazis in der Pogromnacht zerstörte Solinger Synagoge erinnert werden.

Termine

Tag der offenen Tür: Im Internet hat der Verein alle Infos für Samstag, 20. August, zusammengestellt.

https://t1p.de/eyiwh

Synagogenbesuch:

Treffpunkt für die gemeinsame Anfahrt mit Bus und Schwebebahn ist um 15.40 Uhr am Rathaus, Walter-Scheel-Platz. Die Fahrtkosten mit dem ÖPNV werden übernommen. Eine individuelle Anreise auf eigene Kosten ist auch möglich. Aus Sicherheitsgründen müssen sich die Teilnehmenden bis zum 19. August anmelden.

max-leven-zentrum@solingen.de

Workshops: Eine Übersicht über die Kursangebote gibt es hier:

https://t1p.de/dauxv

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