Benefiz

Martin Luther mundgerecht serviert

Der Theologe und Kirchenkabarettist Dr. Okko Herlyn setzte sich humorvoll mit der Sprache des großen Reformators Martin Luther auseinander. Die Erlöse des Abends kommen dem Erhalt der Lutherkirche zugute.
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Der Theologe und Kirchenkabarettist Dr. Okko Herlyn setzte sich humorvoll mit der Sprache des großen Reformators Martin Luther auseinander. Die Erlöse des Abends kommen dem Erhalt der Lutherkirche zugute.

Rund 60 Gäste nutzen das Luthermal, um den Förderverein zum Erhalt der Kirche zu unterstützen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Luther. Wer sonst? Die Sprache und die Zitate des großen Reformators speisten das 11. Luthermal im Haus der Gemeinde an der Kölner Straße, die seinen Namen trägt. Mit dem Theologen und Kirchenkabarettisten Dr. Okko Herlyn hatten die Organisatoren einen Gast gefunden, der Luthers Wortschöpfungen voller Wonne sezierte. Mit blitzenden Augen und viel Humor referierte er beim großen Benifizabend. Die Speisen servierte das Restaurant Steinhaus. Gesponsert – wie es sich bei solch einem Anlass gehört.

So stand denn auch die Speisekarte ganz im Zeichen der Luther#schen Sprache: Dort fanden sich „Sauer Krautz und Knödlin“ oder „Blaukrautz und geschmalzt Nudlin“ – brachten Gaumen und Geist in Einklang.

Viele Zitate des Dr. Martinus Luther sind bis heute überliefert und gebhören zum allgemeinen Sprachschatz. „Hier stehe ich und kann nicht anders“, ist eins davon. Das berühmte „Apfelbäumchen“, das er „heute noch pflanzen würde, auch wenn morgen die Welt unterginge“ ein weiteres. An diesem Apfelbäumchen arbeitete sich Herlyn zwischen den einzelnen Gängen zur Freude der rund 60 Gäste des Lutherkirchenbauvereins ab. Die Förderer dankten es ihm Lachen, Schmunzeln und viel Beifall.

Weniger Besucher als in den Vorjahren

Leider fanden nicht ganz so viele Förderer wie in den Vorjahren den Weg ins Gemeindehaus: „Der Ferienbeginn war terminlich wohl nicht ganz so günstig“, vermutete der Vereinsvorsitzende Hansjörg Schweikhart. Der Erlös füllt die Kasse des Bauvereins auf, der für den Erhalt des Kirchengebäudes kämpft.

HINTERGRUND

VEREIN Der Bauverein der Lutherkirche wurde 1994 gegründet und zählt derzeit 36 aktive Mitglieder Er hat sich verpflichtet, der Gemeinde jedes Jahr 75 000 Euro für den Erhalt der Kirche zur Verfügung zu stellen. Das ist auch 2014 wieder gelungen. 

SPENDENKONTO Stadt-Sparkasse Solingen IBan: DE 9634 2500 0000 0000 1404

Die gemalte „Lutherkirche“ von Heinz-Peter Knoop brachte im Laufe des Abends weiteres Geld. Der Abend hatte folgerichtig in den Kirchenbänken begonnen. Den Andachts-Worten von Pfarrerin Martina Röhr ließ Kantor Ludwig Audersch eine Orgel-Meditation folgen: Mit dem Zyklus „Baumbilder“ von Enjott Schneider knüpfte er die Verbindung zum Luther’schen „Apfelbäumchen“. Und er lud damit ein, sich gedanklich anhand der musikalisch beschriebenen – und in Beamer-Bildern im Altarraum sichtbaren Bäumen – mit diesen „personifizierten Kräften der Erde“ auseinanderzusetzen.

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