Gastronomie

Neuer Chefkoch in der Wipperaue - Marcus Bunzel: „Ich bin immer nervös“

Marcus Bunzel macht Haute cuisine, hat in Frankreich gelernt und zuvor unteranderem im Hyatt Regency in Düsseldorf gekocht. Im Hotel Jagdhof Glashütte hat er sich bereits einen Michelin-Stern erkocht. Foto: Michael Schütz
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Marcus Bunzel macht Haute cuisine, hat in Frankreich gelernt und zuvor unteranderem im Hyatt Regency in Düsseldorf gekocht. Im Hotel Jagdhof Glashütte hat er sich bereits einen Michelin-Stern erkocht.

Der neue Küchenchef möchte das Restaurant zu einer Top-Adresse machen.

Von Moritz Jonas

Solingen. Marcus Bunzel ist der neue Küchenchef in der Wipperaue, seit diesem Monat schwingt er den Kochlöffel für das traditionsreiche Restaurant. Bunzel bringt reichlich Erfahrung mit, unter anderem hat er sich bereits einen Michelin-Stern erkocht und in Küchen in Frankreich und Island gearbeitet.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung hat es Bunzel nun in die Wipperaue verschlagen. Dabei war es eher Zufall, dass er auf die freie Stelle aufmerksam wurde: „Mir war die Wipperaue auch schon vorher ein Begriff, da ich mit meiner Familie in Höhscheid wohne und wir hier öfter spazieren gehen. Aber von der freien Stelle habe ich erst durch meine Frau erfahren.“

„Ich habe mich auf Anhieb in das Lokal verliebt“, schwärmt Bunzel. Deshalb setzt sich der neue Küchenchef mit der Wipperaue auch bereits große Ziele. Er will das Restaurant zu einer absoluten Top-Adresse machen. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben, ist er überzeugt.

Trotz seiner großen Erfahrung, sei er sehr aufgeregt gewesen, als er die neue Aufgabe angetreten habe. „Aber ich bin eigentlich täglich nervös, dass brauche ich einfach, um eine gute Leistung bringen zu können“, sagt Bunzel.

Neben dem Bestreben mit dem Restaurant setzt sich der Koch auch persönliche Ziel. Er möchte eine familiäre und ehrliche Arbeitsatmosphäre in seiner Küche schaffen, denn trotz allem Ehrgeiz, soll der Spaß am Kochen nie zu kurz kommen. Außerdem soll jeder Gast, der das Restaurant verlässt, glücklich und zufrieden sein. Egal ob er ein Stück Kuchen oder ein Filet isst.

„Ich habe mich auf Anhieb in das Lokal verliebt.“

Marcus Bunzel, neuer Küchenchef in der Wipperaue

Das Interesse am Kochen war beim gebürtigen Berliner bereits früh geweckt. Die ersten Lektionen am Herd bekam er von seinem Opa, der gerne kochte, und von seiner Mutter, der er schon in jungen Jahren beim Kochen gerne über die Schulter schaute. Aus diesem Grund entschloss er sich, eine Ausbildung zum Koch zu absolvieren. Bei seiner Ausbildung kam er nach Bordeaux. „Das war eine sehr prägende Zeit für mich und ich habe viel gelernt. Dort habe ich meine Leidenschaft für das Kochen entdeckt.“ Denn in Frankreich sei die Esskultur eine ganz andere und sehr viel ausgeprägter. Essen würde dort ganz anderes wertgeschätzt werden als hierzulande. Das habe ihm sehr imponiert.

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung ging es für Bunzel nach Reykjavik auf Island, wo er für das Radisson blu Hotel kochte. „Das war eine ganz neue Erfahrung für mich, als Berliner an so einem ruhigen Ort zu arbeiten. Ich musste mich erst einmal an das wenige Tageslicht dort gewöhnen. Aber auch kulinarisch war es etwas anderes.“ In der Folge verschlug es ihn wieder an seinen Sehnsuchtsort Frankreich. Zuletzt war er als Küchenchef im Hyatt Regency in Düsseldorf aktiv.

Seinen bisherigen Höhepunkt als Koch feierte Bunzel in Deutschland. Als er in Bad Lassphe im Sauerland im Jagdhof Glashütte gemeinsam mit seinem Team einen Michelin-Stern erkochte: „Das war sicherlich, neben meiner Familie, der größte Erfolg in meinem Leben.“

Das Traditionslokal hat eine fast 200-jährige Geschichte. Im Juli dieses Jahres hatte die Wipperaue Wiedereröffnung gefeiert

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