Malerin zeigt erste Ausstellung

Grundsätzlich positiv sind die Bilder, die Iman Augustiniak im Atelier PestProjekt zeigt. Foto: Christian Beier
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Grundsätzlich positiv sind die Bilder, die Iman Augustiniak im Atelier PestProjekt zeigt. Foto: Christian Beier

Iman Augustiniak präsentiert „Sichtweise“ in den Güterhallen

Von Jutta Schreiber-Lenz

Obwohl sie immer schon gemalt hat, ist die am Sonntag startende Ausstellung im Atelier Pest-Projekt ihre erste. Bei der Frage nach ihrer Mal-Technik lächelt Iman Augustiniak. „Ich habe keine im eigentlichen Sinne“, sagt die zierliche Frau. „Wenn ich ein Thema habe, das ich umsetzen will, entwickelt sich in mir auch die Idee, wie ich vorgehe: Mal mit dünnen Stiften oder gar Kugelschreiber als Zeichnung wie die beiden ältesten Arbeiten, die die Wahl-Düsseldorferin zur Ausstellung mit nach Solingen gebracht hat. Mal mit kräftiger Acrylfarbe, mal vorskizziert und dann ausgemalt, mal einfach drauf los und voller überschäumender Kraft in die Fläche hinein.

Entsprechend sind die Formate der gut 20 Werke, die die geborene Beiruterin mit Lebens-Stationen in Saudi-Arabien und Griechenland und schließlich Nordrhein-Westfalen geschaffen hat. „Ausweg“ etwa, ist schmal und hoch, eine Lichtlinie strebt vom Dunkeln ins Helle und scheint die angedeuteten, schemenhaften Figuren mit hinaus nehmen zu wollen. „Die Möglichkeit eines Auswegs ist eng und begrenzt“, sagt Iman Augustiniak – „aber er ist da, weil er immer da ist.“

Auch ihre „Fluch“ verbreitet Hoffnung: Die nebulös bleibende Menschenschar geht vom Dunklen ins Licht. Hell und knallgelb leuchtet die Farbe wie symbolhaftes Morgenlicht und schafft es sogar, mit ein paar versprengten Spritzern die Düsternis des dunklen Ausgangsortes zu erhellen.

Alle ihre Bilder seien grundsätzlich positiv und hoffnungsvoll, sagt Augustiniak, die auch als Übersetzerin arbeitet. Sie malte und zeichnete schon als sie als Iman El-Saghir mit ihren Eltern den Libanon verlassen musste, um in anderen Ländern Asyl zu suchen. „Die Hoffnung hat mich immer angetrieben, aufrecht gehalten und sie ist der Motor überhaupt. Ein bunter Clown, der im Dunkeln mit bunten Luftballons auf einem Seil über dem Abgrund hüpft.“

„Sichtweise“, Vernissage, Sonntag, 6. September, 14 Uhr, Atelier Pest-Projekt, Güterhallen, bis 4. Oktober

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