LVR-Industriemuseum

200 Kinder lassen Ferien spielerisch ausklingen

Noch einmal richtig Austoben, bevor die Schule beginnt: Das ist auch heute noch mal in Merscheid möglich.
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Noch einmal richtig Austoben, bevor die Schule beginnt: Das ist auch am Dienstag noch mal in Merscheid möglich.

Ferienfinale im LVR-Industriemuseum – Aktion geht am Dienstag von 10 bis 15 Uhr weiter.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Konzentration, Unterhaltung, Spaß und Kreativität waren am Montag die Stichworte beim ersten Tag des Ferienfinales im und um das LVR-Industriemuseum. Mangazeichnen, Metallverarbeitung, Lightpainting, String Art, Bilder aus Naturmaterialien oder eine spannende Rallye durch die ehemalige Gesenkschmiede lockten viele Kinder nach Merscheid.

„Natürlich können Kurzentschlossene auch kommen.“

Anne Cognan-Krumnow, LVR-Industriemuseum

Mitarbeiterin Anne Cogan-Krumnow vom Organisationsteam freute sich nach zweijähriger Pause sehr, in Kooperation mit dem Kulturrucksack NRW und dem Spielmobil der städtischen Jugendförderung, wieder zu dem beliebten Format einladen zu können. „Wir erwarten an beiden Tagen zusammen 200 Kinder“, sagte sie und schickte immer wieder auch spontane Gäste zur Anmeldung. „Natürlich kann man auch kurzentschlossen hierhin kommen“, betonte sie. Wie bei den früheren Ausgaben des beinahe traditionellen Ferien-Formats konnten sich die jungen Besucher entweder alleine oder in Begleitung von Erwachsenen über ein abwechslungsreiches und interessantes Programm freuen.

Teilnehmer müssen ihren Mittagsimbiss selbst mitbringen

Wann man in der Zeit von 10 bis 15 Uhr komme, wie lange man bleibe und woran man teilnehme, bleibe jedem selbst überlassen, sagte Cogan-Krumnow. „Diesmal haben wir die Hauptverpflegung in die Hände der Teilnehmer gelegt und dafür für ausreichend komfortable Schattenplätze zum Essen gesorgt“, sagte sie. Wasser und Obst für zwischendurch stellte das Museum.

Bastelaffine Kinder konnten bei Natur- und Umweltpädagogin Kati Meuter aus gepflückten Kräutern und Blumen ihre individuellen Karten zusammenstellen. Unter den geschickten Händen entstanden entweder ganz eigene Muster oder farblich sortierte Strukturen.

Im Nachbarzelt bot die Kinderkunstschule Mach mal mit von Bettina Splitthoff und Monika Flöck an, String-Art-Bilder zu fertigen. Dabei wurden zunächst Nägel in ein Stück Kiefernholz gehämmert, anschließend dann dazwischen Wollfäden gespannt. Muster wie Fische, Schriften oder Herze gaben Anregungen.

Das Spielmobil war mit mehreren Aktionen vertreten. Natürlich hatte das Team um Jens Stuhldreier viel dabei, um die Kids in Bewegung zu bringen. So standen Roller, Skateboards und andere Spielgeräte in genügender Zahl bereit, ebenso wie die überaus beliebte Wannenrutsche.

Ebenfalls beim Spielmobil gab es für kleine Bastelfans viel Auswahl: Bei Carlos Coca konnte jeder seinen individuellen Button entwerfen, Sarah Klink hatte jede Menge Brillen, Eisbecher, Milchshakes und mehr aus Pappe für schräge und lustige Fotos dabei und erläuterte zugleich den Entwicklungsprozess von Fotos.

Mara Spier und Cristos Konstantinidis nahmen mit in die Welt der Ton-Gestaltung. Maja (8) war gerade dabei, eine Katze zu formen, während ihre Freundin Luisa sich lieber an einer Obstschale für ihre Mutter versuchte. „Dieser Ton muss nicht gebrannt werden, sondern trocknet an der Luft binnen 20 Minuten“, erklärte Mara Spier. „Danach kann er bemalt werden.“

Rallye führt in fünf Stationen durchs Museum

Viel Anklang fanden auch die vom Museumsteam vorbereiteten Aktionen wie das Light-painting. Das ermöglichte, selbstgewählte Lichtfarbe im Computer als Bild sichtbar zu machen. Darüber hinaus konnten an einem Tisch Mangas gezeichnet werden. Quer durch die ehemaligen Fabrikhallen führte die sorgfältig ausgetüftelte Scheren-Rallye.

Ferienfinale, Dienstag, 10 bis 15 Uhr, Merscheider Straße 289 – 297

Gesenkschmiede Hendrichs

Die Gesenkschmiede ist ein ganz besonderes Museum, denn hier wird noch richtig produziert: Die Treibriemen surren, die Öfen glühen und der Hammer schlägt. Die Museumsschere wird in der Fabrik geschmiedet. In den Werkstätten lässt sich nachvollziehen, wie diese entsteht. Von 1886 bis 1986 wurden dort Scherenrohlinge geschmiedet. Alle Maschinen von damals sind noch zu sehen. Infos zu Öffnungszeiten und Eintritt:

www.industriemuseum.lvr.de

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