City-Messstation

Luftqualität: Stickoxide liegen in Solingen unter dem Grenzwert

Seit 2018 wurden an der Konrad-Adenauer-Straße in der Messstation des Landes die Grenzwerte für Stickoxide nicht mehr überschritten.Foto:Michael Schütz
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Seit 2018 wurden an der Konrad-Adenauer-Straße in der Messstation des Landes die Grenzwerte für Stickoxide nicht mehr überschritten.Foto:Michael Schütz

Auf der Konrad-Adenauer-Straße werden schon lange die Grenzwerte eingehalten.

Von Philipp Müller

Solingen. Anfang 2018 wurde noch spekuliert, ob es in Solingen ein Fahrverbot von mit Dieselkraftstoff betrieben Fahrzeugen geben muss. Der EU-Grenzwert für Stickoxide von 40 wurde mit 41 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahr 2017 überschritten. Seitdem liegen die gemessenen Werte der Messstation des Landesumweltamtes an der Konrad-Adenauer-Straße aber stets darunter.

Bundesweit sorgten die schlechten Luftwerte in 2017 für Aufsehen, die auf den immer weiter steigenden Anteil des Straßenverkehrs zurückzuführen waren. In dem betreffenden Jahr waren es gleich 70 Städte, die die EU-Grenzwerte überschritten hatten. Daraufhin wurden Maßnahmen getroffen. An der Konrad-Adenauer-Straße etwa wurde die Durchschnittsgeschwindigkeit durch eine andere Ampelschaltung gesenkt. Das galt aber eher, um den Verkehr flüssiger laufen zu lassen, hatte das Rathaus damals argumentiert. In Sachen Luftqualität offenbar mit Zusatzerfolg. Die Station selbst war seit Anfang 2017 in Betrieb.

Doch das sei allein nicht der Grund, warum sich die Luftqualität in der Innenstadt im Bereich der Messstation verbessert habe, erklärt die Stadtsprecherin. „Die Belastung der Umwelt durch Stickoxide nimmt ab mit der Änderung der Flottenzusammensetzung bei Kraftfahrzeugen: Abgaswerte verbessern sich, die Emissionsrate wird geringer.“ Und daraus resultiere auch, dass der direkte Zusammenhang auf die Luftqualität durch detailliertere Untersuchungen über Fahrgeschwindigkeit, Anfahr- oder Bremszyklen nie in Erwägung gezogen worden sei.

Land lobt die mit den Städten vereinbarten Maßnahmen

Das zuständige Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilte zuletzt mit: „Die positive Entwicklung der Luftqualität in den zurückliegenden Jahren hat sich auch im Jahr 2021 fortgesetzt. An allen bisher bestehenden Messstellen in Nordrhein-Westfalen wurden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im vergangenen Jahr eingehalten.“

Die vor wenigen Tagen wegen einer Urlaubsreise während der Jahrhundertflut im Juli 2021 zurückgetretene Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte dazu Anfang April: „Die Messwerte für 2021 bestätigen, dass unsere im Rahmen der Luftreinhalteplanung vereinbarten Maßnahmenpakete nachhaltig wirken. Die Kommunen sind hier mit unserer Unterstützung weiterhin auf einem guten Weg. Jetzt kommt es darauf an, die Luftqualität konsequent weiter zu verbessern und auch langfristig die Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen.“

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hielt und hält an der Konrad-Adenauer-Straße auch die Messwerte für Feinstaub fest. Auch da wurden die EU-Grenzwerte nicht überschritten. Solange die Messstation an der Konrad-Adenauer-Straße stehenbleibt, wird sie auch weiterhin Daten zur Luftqualität übermitteln.

Eine zweite Station für solche Messwerte steht bei den Technischen Betrieben Solingen in Wald. Auch diese Messwerte veröffentlicht das LANUV täglich auf seiner Internetseite.

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