Theater

Lieselotte, die Postkuh, macht dem Publikum viel Spaß

Zwei Mal ging die musikalische Geschichte „Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen“ erfolgreich über die Bühne.
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Zwei Mal ging die musikalische Geschichte „Lieselotte und der verschwundene Apfelkuchen“ erfolgreich über die Bühne.

Gräfrather Sängerbund verwandelte den Bergischen Hof in eine Musicalbühne.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Am Ende war klar: Nicht die Kuh Lieselotte hatte die beiden frisch gebackenen Apfelkuchen für das Sommerfest des Dorfes gestohlen, auch wenn die Krümelspur aus der Küche der Bäuerin genau an ihrem Stall endete. Sondern fünf kleine, kesse offensichtlich sehr hungrige „Cavia porcelli“, wie die Tierärztin die Meerschweinchen nannte, die aus ihrer Praxis davongelaufen waren, weil sie sich vor dem hustenden Bernhardiner fürchteten. Diebstahl aufgeklärt – und die Welt auf dem kunterbunten Bauernhof von „Lieselotte Postkuh“ war wieder in Ordnung. Sie heißt so, weil sie täglich dem Postboten beim Austrage der Briefe und Pakete im Dorf hilft.

Kräftiger Applaus der rund 150 großen und kleinen Zuschauer im Saal des Bergischen Hofes in Aufderhöhe bewies, wie gut das liebevoll inszenierte „Muhsical“ angekommen war, das der Gräfrather Sängerbund inszeniert hatte. Unter der Leitung von Stefan Steinröhder und am Klavier begleitet von Andrea Wingen, nahmen die Chorsänger, Sprechrollen und Solisten mit in eine gute Dreiviertelstunde bester und spannender Unterhaltung.

Mit viel Liebe zum Detail hatte der Chor Kulissen gebaut, Kostüme genäht und gebastelt sowie Requisiten zusammengesucht, so dass sich dem Auditorium eine farbenfrohe Tierschar präsentierte: Zum Beispiel Hühner mit gelben Schnäbeln, pinke Schweine mit Wurstschlangen um den Hals, ein Hofhund mit langen Schlappohren und ein wolliges Schaf, in dem man nur beim zweiten Hinschauen den musikalischen Leiter Stefan Steinröhder erkannte, der das Ganze mit seinem Dirigat zusammenhielt und passgenau präsentierte.

Ensemble wurde durch Con-Brio-Mitglieder verstärkt

Waren die Jüngeren unter den Zuschauern zu Beginn noch spürbar aufgeregt, ob des spannenden und ungewohnten Ereignisses, ein Theaterstück zu sehen, so ließen sie sich von Satz zu Satz und Lied zu Lied immer mehr in die Handlung hineinziehen und saßen schnell fasziniert und gebannt da. Die größeren Kinder trauten sich im Schneidersitz auf den Fußboden unmittelbar vor der Bühne, die kleineren blieben lieber auf dem sicheren Schoss ihrer Eltern sitzen und genossen von da aus das Geschehen.

„Wir sind fast ausverkauft“, hatte Karin Emme, die Vorsitzende des Sängerbunds, beim Einlass gut gelaunt berichtet und freute sich trotz Lampenfieber auf die beiden am Ende ausverkauften Aufführungen, für die der Chor intensiv und mit viel Freude geprobt habe. Verstärkt wurde er von einigen Mitgliedern des Con-Brio-Chores wie Kathrin Rodenkirchen und Andrea Hoppe-Poschen, die mit großer Spielfreude und starker Stimme in die gefleckte Haut der Lieselotte beziehungsweise in die Kittelschürze der Bäuerin geschlüpft waren.

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