Lieber „aufpassen“ statt „aufmachen“

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Von Manuel Böhnke

Aufregung bei den Solinger Schlüsseldiensten: Bahnt sich da zu Beginn des noch jungen Jahres gleich ein Riesengeschäft an? An rund 30 Solinger Geschäften, Gaststätten, Friseur- und Schönheitssalons wurden seit Samstag „aufmachen“-Aufkleber entdeckt. Ein Hilfeschrei der ausgesperrten Inhaber? Wohl kaum. Vieles deutet auf eine Aktion von Kritikern der aktuellen Corona-Maßnahmen hin. Die meisten Gewerbetreibenden reagierten wenig begeistert, viele distanzierten sich öffentlich. Dabei können sie sich fast glücklich schätzen. Schriftzügen wie „aufbrechen“, „aufschlagen“ oder „auftreten“ auf den Glasscheiben hätten sicher zu deutlich unangenehmeren Missverständnissen geführt. Für die Geschäftsinhaber ist das natürlich weniger lustig. Sie kämpfen nicht nur mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Nun müssen sie zusätzlich irritierten Kunden erklären, mit der zweifelhaften Botschaft im Schaufenster nichts zu tun zu haben. Vielleicht hätten es die Hobby-Plakatierer besser mit „aufpassen“ probiert – in der Schule nämlich und in Sachen Anstand. Bevor ich mich aber weiter über die Respektlosigkeit mancher Mitbürger „aufrege“, sollte ich besser „aufhören“.

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