Serie

Die Liebe trägt uns mit und in ihren verschiedenen Facetten durchs Leben

Die Frage, ob wir unser Kind lieben, beantworten wir mit „Ja“. Spannender: Ob es sich von uns geliebt fühlt? Foto: Andrea Daun/Bild: Régis Noël
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Die Frage, ob wir unser Kind lieben, beantworten wir mit „Ja“. Spannender: Ob es sich von uns geliebt fühlt?

In einer Serie beleuchten wir, wie unsere Grundgefühle uns im Alltag helfen – Heute gibt es den letzten Teil.

Von Andrea Daun

Mit der Liebe kommt die Serie über unsere Grundgefühle zum Ende. Die fünf beschriebenen Affekte (Angst, Trauer, Aggression, Sexualität, Liebe) sind weltweit bei allen Menschen vorhanden und dienen dem Überleben.

Eine besonders wertvolle Eigenschaft der Liebe ist die Kraft des Verzeihens. Die Liebe speist uns mit Hoffnung und Optimismus. Ohne die Hoffnung – „Es wird wieder bessere Zeiten geben“ – hätte die Menschheit wahrscheinlich nicht überlebt.

Zwei weitere Komponenten der Liebe will ich vorstellen: Hingabe und Nächstenliebe.

Um zum Beispiel beim Ballett oder in der Musik professionell zu werden, braucht es viele Jahre Training. Die Begeisterung und Hingabe für ein Hobby macht es leichter, auf die Dinge zu verzichten, die für andere Kinder und Jugendliche selbstverständlich sind.

Die Nächstenliebe macht uns sensibel für die Lebensumstände anderer Menschen, die etwa unter Krankheit, Armut oder Einsamkeit leiden. Wer einen ausgeprägten Sinn für Nächstenliebe hat, greift oft zu einem sozialen Beruf.

Hingabe und Nächstenliebe sind in ihrer Intensität angeboren. Durch Disziplin und gesunden Menschenverstand kann man einiges ausgleichen.

Die Liebe selbst ist wie eine unsichtbare Kraft, die alles zusammenhält. Ihre heilsame Wirkung entfacht sie, wenn sie genug Zeit bekommt, sich zu entfalten.

Die Liebe zum Partner beziehungsweise zur Partnerin kann vergehen. Diese Liebe beruht auf gegenseitigem Geben und Nehmen und ist in ihrer Grundlage „nur“ eine chemische Reaktion, die von Hormonen gesteuert ist.

Ein Beitrag: Kinder in ihren Grundgefühlen zu respektieren.
Autorin Andrea Daun

Die Liebe zu unseren Kindern ist eine biologisch basierte Grundhaltung, die nicht abhängig von der Entwicklung des Kindes ist. Für Kinder ist es ein großes Glück, liebevoll behandelt zu werden. Ein wertvoller Beitrag für dieses Behandeln ist, Kinder in ihren Grundgefühlen zu respektieren.

Ein Beispiel: „Ich habe Angst, Mama“. Wir neigen zu Beschwichtigungen: „Du brauchst keine Angst zu haben“. Und schon fühlt sich ein Kind nicht gesehen und nicht liebevoll behandelt, obwohl wir unseren Trost liebevoll meinten. Akzeptieren wir Kinder in ihren Aussagen, fühlen sie sich gesehen und liebevoll behandelt.

Eine alternative Reaktion wäre: „Weißt du, wovor du Angst hast?“ Oder: „Okay, ich bin bei dir und warte, bis es dir besser geht!“

Wir wünschen uns manchmal, dass das Verhalten von Kindern liebevoller oder dankbarer sein könnte. Der Gedanke „Was ich alles für dich getan habe“ steckt dahinter. Tatsache jedoch ist, dass Kinder an Erwachsene niemals das zurückgeben können, was diese investiert haben. Dieses Gefälle kann kein Kind ausgleichen. Muss es auch nicht, denn die Entscheidung für ein Kind/den Umgang mit einem treffen wir selbst. Doch kann es die Liebe und den Einsatz weitergeben.

Nicht unsere Liebe zum Kind sollte die Beziehung prägen. Wichtiger und spannender ist es, ob sich das Kind liebevoll behandelt fühlt.

Ich hoffe, meine Inspirationen helfen Ihnen dabei, Ihre Liebe in liebevolles Handeln umzusetzen beziehungsweise noch intensiver zu gestalten.

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