Wanderwegekonzeption

„Lewerfrauenweg“ soll mehr Wanderer nach Solingen locken

Stadtführerin Anja Weck tritt oft als Liëwerfrau auf. Sie ist an den Vorarbeiten für den geplanten Wanderweg beteiligt. Foto: Liane Rapp
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Stadtführerin Anja Weck tritt oft als Liëwerfrau auf. Sie ist an den Vorarbeiten für den geplanten Wanderweg beteiligt.

Stadtweit sind mehrere themenbezogene Routen geplant.

Von Andreas Tews

Bei der Ausstattung der Wanderwege will die Stadtverwaltung Prioritäten setzen. Darum erarbeitet ein Team um Rathaussprecher Lutz Peters eine Wanderwegekonzeption. Das Ziel sei, attraktive Routen zu schaffen, die mehr als Natur bieten. Konkret sind bereits Überlegungen für einen Weg, die an die historischen Liëwerfrauen erinnert. Diese Frauen transportierten einst halb fertige Klingen zwischen den Produktionsstätten hin und her.

Das Solinger Wanderwegenetz umfasse rund 400 Kilometer, erklärte Peters. Diese samt Beschilderung immer in Ordnung zu halten, oder gar besondere Attraktionen zu bieten, überfordere die Stadt schon allein finanziell. Darum will er Schwerpunkte setzen.

Ihm war es wichtig, den schwer arbeitenden Liëwerfrauen ein Denkmal zu setzen. Der von ihm sowie den Stadtführerinnen Anja Weck und Ilse Röhrig, dem regionalen Wanderwegemanager Wastl Roth-Seefried, Artur Pach (ehemals Technische Betriebe) sowie Beate und Vanessa Marshall (Verein Waldgestalt) konzipierte Weg führt an historischen Stätten der Klingenproduktion vorbei – auch über Strecken, auf denen historisch belegt die Liëwerfrauen unterwegs waren. Um auswärtige Besucher nicht mit dem für sie fremden „ë“ zu irritieren, soll die Route laut Peters „Lewerfrauenweg“ heißen.

Beginnen soll er am Gründer- und Technologiezentrum. Dort befindet sich das noch erhaltene frühere Lieferkontor der Firma Herder, und dort sollen auch Fußgängerampeln stehen, die statt Ampelmännchen Liëwerfrauen zeigen. Die 15 Kilometer lange Strecke führt durch das Pilghauser Bachtal bis zur Brücker Mühle, dann steil hinauf nach Kohlsberg und durch das Nacker Bachtal zur Haasenmühle. Entlang der Wupper geht es vorbei am Wipperkotten nach Widdert und über die Hofschaft Erf und den Weeger Hof zurück zum Ausgangspunkt.

Einheitliche Schilder, attraktive Spielplätze und Erlebnisstationen

Für die Ausstattung rechnet Peters mit Kosten von 282.000 Euro. Er hofft auf eine 90-Prozent-Förderung durch das Land NRW. Geplant ist neben einer einheitlichen Beschilderung unter anderem, den Spielplatz im Pilghauser Bachtal herzurichten und mehrere Erlebnisstationen einzurichten. Peters kann sich zum Beispiel vorstellen, die Wanderer an einer steilen Stelle zu animieren, wie die Liëwerfrauen 15 Kilogramm schwere Gewichte bergauf zu transportieren. „Wir wollen für Auswärtige faszinierende Orte schaffen, aber auch für die Solinger eine emotionale Bindung schaffen.“

Für den Lewerfrauenweg wartet er jetzt auf die Förderzusage des Landes. Wenn danach mit Waldbesitzern und Anliegern alles geklärt sei, könne der Weg innerhalb von drei Jahren realisiert werden.

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