Einst zehn Hauptschulen

Die letzte Solinger Hauptschule wird im Juli geschlossen

In das Gebäude der Hauptschule Höhscheid an der Krahenhöhe ziehen nach den Sommerferien Klassen des Gymnasiums Schwertstraße.Foto: Christian Beier
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In das Gebäude der Hauptschule Höhscheid an der Krahenhöhe ziehen nach den Sommerferien Klassen des Gymnasiums Schwertstraße.

An der Krahenhöhe lernen derzeit noch 165 Schüler.

Von Anja Kriskofski

Im Juli wird die Hauptschule Höhscheid geschlossen – als letzte von einst zehn Hauptschulen in Solingen. Zum Ende dieser Ära findet am 2. Juli eine offizielle Veranstaltung mit Rektorin Gabriele Racka-Watzlawek und Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) statt. Jahrzehntelang war die Schule buchstäblich die „Haupt“-Schulform, auf die ein Großteil der Kinder nach der Grundschule wechselte. Doch in den vergangenen Jahren gingen die Anmeldezahlen stetig zurück. Der Stadtrat entschied deshalb 2010, die Hauptschulen Ohligs und Krahenhöhe auslaufen zu lassen. 2012 folgte der Auflösungsbeschluss für Central und Höhscheid.

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Die Hauptschule Höhscheid war 2015 an die Schützenstraße gezogen, die dortige Hauptschule Krahenhöhe wurde eingegliedert. 165 Schüler wurden in diesem Schuljahr noch unterrichtet: vier Zehnerklassen und zwei Neunerklassen haben gerade ihre Abschlussprüfungen absolviert. „Sie bekommen ihre Zeugnisse am 28. Juni“, sagt Leiterin Gabriele Racka-Watzlawek. Zudem hat die Schule sechs Klassen für Seiteneinsteiger, die „Klug“-Klassen. Dort lernen rund 70 zugewanderte Jugendliche mit geringen Deutschkenntnissen. Sie werden an andere Schulen wechseln. „Wir hoffen, dass sie auch dort die Betreuung finden, die sie brauchen.“

„Es hat mir wehgetan, dass die Hauptschule schlechtgeredet wurde.“
Gabriele Racka-Watzlawek, Rektorin

Eine enge Betreuung gab es an der Hauptschule Höhscheid auch auf anderen Feldern: „Wir haben immer behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet.“ Auch der Ganztag gehörte zum Profil. Dass die Schulform nun in Solingen ganz ausläuft, bedauert Racka-Watzlawek: „Es hat mir wehgetan, dass die Hauptschule sehr schlechtgeredet wurde. Aber die Politik hat so entschieden.“

Die verbleibenden 18 Lehrer wechseln an andere Schulen oder gehen in den Ruhestand. Auch Gabriele Racka-Watzlawek wird nach über 40 Jahren im Schuldienst im Sommer pensioniert. Die CDU-Ratsfrau will sich weiterhin in ihren zahlreichen Ehrenämtern engagieren und mehr reisen.

Im Gebäude der Hauptschule Höhscheid werden nach den Sommerferien Schüler des Gymnasiums Schwertstraße unterrichtet: Weil dessen Altbau kernsaniert werden muss, werden die Jahrgänge 8 bis 12 für drei Jahre ausgelagert.

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