Literatur

Lesung will Nachwuchsautoren Mut vermitteln

Projektleiterin Marion Gay (v. l.) mit den Autoren Harald Kappel und Meike Wanner. Foto: Michael Schütz
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Projektleiterin Marion Gay (v. l.) mit den Autoren Harald Kappel und Meike Wanner.

Gesellschaft für Literatur in NRW war in der Geschwister-Scholl-Schule zu Gast.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Lyriker Harald Kappel ist Jahrgang 1960, seine Co-Autorin und Nachwuchsautorin Meike Wanner Jahrgang 1997. Beide präsentierten am Montagmittag in der Geschwister-Scholl- Gesamtschülern eine Kostprobe ihres gemeinsamen Buches „Vom Atem der Oneironauten“, benannt nach einem der enthaltenden Gedicht- Titel.

Rund 30 Schüler und Schülerinnen des Deutsch-LKs (Jahrgang 12) sowie des Pädagogik-Grundkurses ließen sich ohne vorherige Unterrichtsvorbereitung auf die expressionistische Lyrik ein: Der für sie vorgesehene Klassensatz an Buch-Exemplaren war erst unmittelbar vor den Osterferien in der Stadtbibliothek angekommen. Keine leichte Aufgabe, schließlich gaben alle Gedichte Hörenden und Lesenden „etwas zu beißen“ und waren alles andere als leichte Konsum-Kost. Die Stadtbibliothek ist Kooperationspartnerin der Gesellschaft für Literatur in NRW, deren Ziel darin besteht, erfahrene Lyriker und Nachwuchsautoren zusammenzubringen und mit ihnen gemeinsame Workshops und Tandem-Lesungen zu veranstalten – neben der Auslosung von Preisen.

Werk von Harald Kappel und Meike Wanner das Erste der Reihe

Das gemeinsame Werk von Harald Kappel und Meike Wanner ist der erste Band der Reihe „Edition poetry. NRW“, weitere sollen folgen. „Wir möchten mit den Lesungen in Schulen Nachwuchskünstlern Mut machen, sich bei uns mit ihrer Lyrik zu bewerben“, sagte Projektleiterin Marion Gay in ihrer Begrüßung, wohlwissend, dass viele junge Leute oft nicht im Sinn haben, mit heimlich geschriebener Poesie an die Öffentlichkeit zu treten. Aus Solingen aber habe man bereits insgesamt fünf Preisträger küren können.

Aufmerksam verfolgten die Schüler und Schülerinnen mitlesend den sorgfältig im Vorfeld choreographierten poetischen Dialog von Harald Kappel und Meike Wanner, die konsequent abwechselnd vorlasen: Auf den jeweiligen Doppelseiten des Buches stehen sich zwei miteinander korrespondierende Gedichte gegenüber. Zu manchem Text hatte die Grafikerin Martha Ferenczy, genannt Márti, passende Illustrationen verfasst, zu manchen gab es von Harald Kappel kreierte Sound-Begleitung.

„Manchmal tut es einem Text gut, mit anderen künstlerischen Mitteln verstärkt zu werden“, begründete Kappel diese Ergänzungen.

Zu manchen Werken gab es kurze Erläuterungen, etwa als Kappel sein völlig unromantisches Liebesgedicht „Aufm Strich“ erklärte. Seine Co-Autorin sagte derweil: „Gedichte geben die Möglichkeit, Empfindungen klar und präzise auszudrücken“, so Meike Wanner als Anmerkung zu ihrem Text „Großstadtblues“.

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