Ohligs

Lennestraße soll attraktiver werden

Die Ohligser Gastronomen wollen, dass die Buslinien verlegt werden.
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Die Ohligser Gastronomen wollen, dass die Buslinien verlegt werden.

Zurzeit fahren unter anderem die Busse noch durch die Lennestraße. Das stört einige Gastronomen.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Wird die Lennestraße zur Fußgängerzone? Die Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid hat in ihrer Sitzung am Montagabend auf Antrag der CDU zumindest die Verwaltung beauftragt, diese Möglichkeit zu prüfen. Außerdem regten die Christdemokraten ebenso wie SPD, Grüne und Linke in einem gemeinsamen Antrag an, nach Wegen zu suchen, den Busverkehr von der Lenne- und der unteren Düsseldorfer Straße fernzuhalten.

Bei den Gastronomen im sogenannten „West4tel“ stoßen diese Vorschläge auf Gegenliebe. 13 Anbieter im Bereich Lenne-, West-, untere Düsseldorfer, Aachener und Emscherstraße unterstützen die Pläne. Mit einem gemeinsamen Schreiben haben sie sich an Bezirksbürgermeisterin Gundhild Hübel und Oberbürgermeister Tim Kurzbach (beide SPD) gewandt.

Darin erklären die Gastronomen, dass der Busverkehr ihre Situation erschwert. „Vor allem die Außenbereiche, die in Corona-Zeiten bevorzugt genutzt werden sollten, sind durch die beträchtliche Lärm- und Dieselbelastung betroffen. Darunter leidet nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern Lärm und Rußpartikel gefährden auch die Gesundheit der Gäste und des Personals“, heißt es in einer Mitteilung. Unter den gegebenen Umständen seien die Erweiterung oder Neuansiedlung von Gastronomiebetrieben ausgeschlossen.

Die Ausführungen decken sich mit einem Vorstoß der Ohligser Jongens im vergangenen Herbst. Vereinsmitglied Michael Morsbach führte in der BV die Idee aus, die Bushaltestelle Ohligs Markt an die Bonner Straße zu verlegen. „Das würde einen Impuls für die Lebens- und Aufenthaltsqualität bedeuten.“

Solingen-Ohligs: Verwaltung soll „aussagekräftige Vorlage“ erarbeiten

Die Stadtteilpolitiker zeigten sich offen für den Vorstoß. Juliane Hilbricht (Grüne), die als Ohligser Ratsmitglied in der BV sprach, warnte allerdings davor, den Busverkehr durch eine Verlegung der Haltestelle unattraktiv zu machen. „Wenn man eine Verkehrsberuhigung erzielen möchte, braucht es eine gute ÖPNV-Anbindung.“ Es sei wichtig, einen potenziellen neuen Haltestellen-Standort gut zu durchdenken.

Der Ball liegt nun bei der Verwaltung. Beide eingangs beschriebenen Anträge wurden angenommen. Gundhild Hübel äußerte den Wunsch, in einer der beiden kommenden Sitzungen eine „aussagekräftige Vorlage“ vorgelegt zu bekommen. Diese soll, so hat es die BV entschieden, auch Informationen zu den Fahrgastfrequenzen der betroffenen Buslinien beinhalten.

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