Wieder geöffnet

Lennestraße in Ohligs: Autos und Busse fahren bald wieder durch

Eigentlich ist die Lennestraße für Durchgangsverkehr noch bis Ende Oktober gesperrt. Diese Sperrung werde aber „nicht angenommen“, stellt die Stadtverwaltung fest.
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Eigentlich ist die Lennestraße für Durchgangsverkehr noch bis Ende Oktober gesperrt. Diese Sperrung werde aber „nicht angenommen“, stellt die Stadtverwaltung fest.

Eine Verlängerung wäre genehmigungspflichtig. Die Politik will Parkplätze reduzieren.

Von Björn Boch

Solingen. Ab 1. November wird die Ohligser Lennestraße wieder von allen Bussen durchfahren – auch Autos dürfen die Straße erneut regulär passieren. Eine von der Politik beantragte Verlängerung der Verkehrsberuhigung kam am Montagabend in der Bezirksvertretung für Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid erst gar nicht zur Abstimmung. Der Grund: rechtliche Bedenken der Verwaltung.

Bald werden wieder Busse und Autos durch die Lennestraße fahren.

Die Lennestraße ist derzeit für Durchgangsverkehr und die meisten Buslinien gesperrt – auf Initiative der „Ohligser Jongens“, die ein Ausgehviertel etablieren möchten. Diese temporäre Sperrung samt Linienänderung für sechs Monate sei der Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde nur anzuzeigen gewesen. Eine dauerhafte Änderung dagegen sei genehmigungspflichtig und habe einen längeren Bearbeitungsbedarf, hieß es aus der Verwaltung.

CDU, SPD und Grüne zogen ihren gemeinsamen Antrag daraufhin zurück. Beschlossen wurde allerdings, dass die Zahl der Parkbuchten in der Lennestraße „soweit möglich“ auf die notwendige Anzahl von Lieferanten- und Behindertenparkplätzen reduziert werden soll. Die restlichen Parkmöglichkeiten sollen dem Gehweg zugeschlagen werden oder für Außengastronomie und -verkauf zur Verfügung stehen. Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob die Aachener Straße nach Wiedereröffnung „umgewidmet werden kann in eine Einbahnstraße in südliche Richtung zwischen Parkstraße und Düsseldorfer Straße“.

Politik will wissen, ob die Sperrung kontrolliert wird

Verkehrsplaner Carsten Knoch hatte „Eindrücke“ aus Sicht der Stadtverwaltung übermittelt: Die Sperrung der Lennestraße sei von Autofahrern nicht angenommen worden, selbst das Briefing auswärtiger Busfahrer habe angesichts der „überstürzten Umsetzung“ nicht richtig funktioniert. Aktuell fährt nur die Stadtwerke-Linie 691 durch die Lennestraße, Busse der Rheinbahn und aus Monheim sollen sie umfahren.

„Lob ist bei der Verwaltung nicht angekommen, dafür Beschwerden vom Fahrgastbeirat, von Anwohnern und Ladeninhabern“, erklärte Knoch. Die Nachfrage von SPD-Bezirksvertreter Martin Schlücking, ob angesichts der Verstöße durch Autofahrer Kontrollen veranlasst worden seien, blieb unbeantwortet.

Jörg Wacker, Präsident der „Ohligser Jongens“, hatte zuvor an die Politikerinnen und Politiker appelliert, nicht nachzulassen. Es müsse rund um die Lennestraße etwas passieren. Die Pläne hätten viel Zuspruch in der Bevölkerung, der immer wieder zum Ausdruck gebracht werde. Die Busse müssten raus und der Bereich, in dem es viel Gastronomie gebe, weiterentwickelt werden. „Passiert das nicht, machen einige Gastronomen nicht weiter“, erklärte Wacker. Er werbe daher dafür, die Busse über Talstraße und Bonner Straße zu führen. Die Verwaltung schlägt stattdessen eine Route über Talstraße, Weststraße und Heiligenstock vor. Diese Entscheidung über neue Routenverläufe für die Buslinien in und um Ohligs wurde vertagt.

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