Leben mit Hund

Mascha hat jetzt einen Schnauzerfreund

Ein bisschen größer ist der zweijährige Mittelschnauzer-Rüde Linus (l.) noch, aber viel fehlt nicht mehr: Mascha ist inzwischen sechs Monate alt und in den vergangenen Wochen kräftig gewachsen. Foto: Anja Kriskofski
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Ein bisschen größer ist der zweijährige Mittelschnauzer-Rüde Linus (l.) noch, aber viel fehlt nicht mehr: Mascha ist inzwischen sechs Monate alt und in den vergangenen Wochen kräftig gewachsen.

ST-Redakteurin Anja Kriskofski berichtet über ihr Leben mit Hund.

Solingen. Sechs Monate ist Mascha inzwischen alt. Regelmäßige Kontakte zu Artgenossen hat sie in der Hundeschule, in die wir nach wie vor einmal in der Woche gehen: Golden Retriever, Dackel, Boxer und andere. Doch einen anderen Mittelschnauzer haben wir noch nicht gesehen. Bis jetzt: In Höhscheid treffen wir Helga Schmidt mit ihrem Schnauzerrüden Linus, die sich auf die Artikelserie hin bei mir gemeldet hat. Die Verabredung auf einer Wiese ist eine Art Familientreffen. Denn Linus stammt aus der gleichen Zucht im Münsterland wie Maschas Großmutter.

Sein Blick aus braunen Hundeaugen ist der gleiche wie bei Mascha. Und der pfeffer-salz-farbene Rüde hat eine ähnlich dunkle Maske im Gesicht. Sie hätten sich für einen Mittelschnauzer entschieden, weil die Rasse so urig aussehe, erzählt Helga Schmidt. Die beiden begegnen sich sofort freundlich. Linus erträgt es gelassen, dass Mascha an ihm hochspringt und ihn fast umwirft. Weil der zweijährige Rüde bereits gut erzogen ist und gehorcht, lasse ich sie von der Leine. Es macht Spaß, die beiden beim Toben zu beobachten. Und tatsächlich: Wenn Linus auf Kommando zurückkommt, folgt auch Mascha.

Solche Gelegenheiten für sie zu schaffen, ist nicht leicht. Da ist sie noch nicht zuverlässig. Seit sie auf dem Feld Vögeln hinterherjagte und sich nur mit Mühe wieder einfangen ließ, ist sie bei Spaziergängen immer an der Leine. Angeleint sollten Kontakte zu anderen Hunden tabu sein, haben wir in der Hundeschule gelernt. Nachdem wir uns anfangs nicht daran gehalten haben, weil es vor allem mir so unhöflich vorkam, lassen wir kein Beschnuppern an der Leine mehr zu (okay, meistens).

Leben mit Hund: An der langen Schleppleinen wird mit Mascha der Freilauf trainiert

Auch um es uns selbst auf Dauer leichter zu machen: Denn es ist furchtbar anstrengend, Mascha immer weiterzuziehen. Es klappt mal so, mal so. An manchen Tagen trabt Mascha beim Spaziergang bereitwillig neben mir her. Treffen wir zu viele Hunde, wird es aber schnell stressig. Zieht der Vierbeiner, sollen wir die Richtung ändern, hat uns unsere Hundetrainerin erklärt. Bei manchen Spaziergängen artet das in regelrechten Zick-Zack-Läufen aus: Ich laufe zurück, gehe wieder ein paar Schritte vor, wechsle die Straßenseite.

An anderen gelassen vorbeizugehen, trainieren wir auch in der Hundeschule. Jedes Mal wenn ich Mascha im Slalom endlich um die anderen Hunde aus ihrer Gruppe herumgeführt habe, bin ich oft nassgeschwitzt. Aber langsam klappt es besser.

Auch mit dem Training an der Schleppleine haben wir begonnen. Die zehn Meter lange, neongelbe Kunststoffleine soll Mascha auf den Freilauf vorbereiten. Anfangs sollen wir ihr drei Meter lassen und dann den Freiraum Stück für Stück verlängern. Wenn sie zu uns kommt – auf Kommando oder auch von sich aus – wird fleißig gelobt.

„Linus war am Anfang auch sehr ungestüm“, beruhigt mich Helga Schmidt. Sie gibt gute Tipps: zur Fellpflege ebenso wie zur Erziehung und zu schönen Routen für den Spaziergang. An dem Rüden sehe ich, wie die erwachsene Mascha sein wird: ein kleines Stück größer noch – und ruhiger. Eine Stunde lang spielen die beiden Schnauzer an diesem Vormittag. Am Ende sind wir uns einig: Es war nicht unser letztes Treffen.

Die Serie

In den kommenden Folgen der Artikelserie „Unser Leben mit Hund“ stellen wir die Solingerin Nicole Müller vor, die unter anderem einen Gassi-Service anbietet. Außerdem geht es im Gespräch mit der Ohligser Tierärztin Dr. Kristin Breithardt um wichtige Impfungen für den Hund. Alle Artikel zum Nachlesen: solinger-tageblatt.de/hund

In den Sommerferien ist Mascha zum ersten Mal mit im Urlaub gewesen.

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