Corona-Krise

Fahrschulen: Lange Wartezeiten für Prüfungen

Wie bei der Fahrschule Seidensticker arbeiten alle Solinger Fahrschulen daran, die Prüflinge vorzubereiten, es fehlen aber Tüv-Prüfungster-mine. Foto: sith
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Wie bei der Fahrschule Seidensticker arbeiten alle Solinger Fahrschulen daran, die Prüflinge vorzubereiten, es fehlen aber Tüv-Prüfungster-mine.

Tüv Rheinland will Kapazitäten schnellstmöglich hochfahren.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Es staut sich bei den Solinger Fahrschülern – und zwar nicht im Verkehr auf der Straße, sondern bei dem Versuch, die Prüfungen in Theorie oder Praxis ablegen zu können, um den ersehnten Führerschein endlich in den Händen zu halten. „Der Tüv ist offensichtlich nicht in der Lage, das Personal zu stellen, um die Prüfkapazitäten zu bedienen“, kritisiert Kurt Bartels, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes für den Bereich Nordrhein.

Das sei besonders ärgerlich, weil die Fahrschulen in Solingen ihre Kapazitäten seit Ende April wieder hochgefahren hätten, um allen Fahrschülern, die coronabedingt wochenlang pausieren mussten, Unterrichtsstunden anbieten zu können. „Das hätte der Tüv auch machen müssen“, so Bartels. Beim benachbarten Tüv Nord sei das, anders als beim Tüv Rheinland, auch geschehen, erklärt der Verbandsvorsitzende.

Bei den theoretischen Führerscheinprüfungen sei schon die Hotline, über die jetzt alle Fahrschüler Termine anfragen müssen, ein nur schwer zu überwindendes Nadelöhr. Für die praktische Fahrprüfung müssen nach wie vor die Fahrschulen Prüfungstermine für ihre Schüler beantragen. „Früher hat man die beantragte Anzahl an Prüfungsterminen auch bekommen, heute muss man hoffen und bekommt dann nur einen kleinen Teil der gewünschten Stunden“, so Bartels. Dieser Engpass habe sich auch schon vor der Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren abgezeichnet.

Der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes hatte deshalb schon im Juni 2019 einen Beschwerdebrief an den zuständigen NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) geschrieben. „Wir hatten auch seitens der Fahrschulen dem Tüv angeboten, bei der Planung der jetzt anstehenden Prüfungen zu helfen“, betont Kurt Bartels.

Dass es derzeit Engpässe bei der Prüfungsabnahme gibt, bestätigt auch Arne Böhne, Geschäftsfeldkoordinator Führerschein beim Tüv Rheinland. „Grundsätzlich haben wir alle Mitarbeiter an Bord, allerdings können etwa zehn Prozent der Prüfer, die aufgrund von Alter oder Vorerkrankung zur Risikogruppe gehören, nur eingeschränkt eingesetzt werden.“ Wie lange es dauern wird, den Stau abzubauen, könne man nicht genau sagen. Bei den Theorieprüfungen können wegen der Abstandsregelung in den Tüv-Räumen derzeit nur 30 Prozent der sonstigen Prüflinge angenommen werden. „Wir arbeiten gerade an einem Konzept, um größere Räume zu nutzen und versuchen auch, Personal aufzubauen, um den Engpass abzubauen“, so Arne Böhne.

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