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Lange verschollener Roman von Frank Arnau ist jetzt erschienen

Die geschichtlichen Erklärungen des Solinger Verlegers Dr. Adrian Jesinghaus ergänzen den Fluchtroman von Frank Arnau. Foto: Christian Beier
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Die geschichtlichen Erklärungen des Solinger Verlegers Dr. Adrian Jesinghaus ergänzen den Fluchtroman von Frank Arnau.

Der Solinger Autor und Verleger Dr. Adrian Jesinghaus brachte „Die braune Pest“ heraus.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Es ist eine kleine Sensation: In diesen Tagen erschien im Solinger Klingen-Verlag „Die braune Pest“ von Frank Arnau. Der Autor stand auf der schwarzen Liste des NS-Regimes. Jahrzehntelang galt sein Fluchtroman als verschollen.

Dr. Adrian Jesinghaus, eigentlich Physiker und Unternehmensberater, bewegt sich seit seinem Debüt als Autor von „Adamas“, immer intensiver in der Welt von Geschichte und Geschichten. Durch Zufall lernte er auf den Arnau-Experten Hans-Christian Napp kennen und unterstützte ihn mit seinem noch jungen Klingen-Verlag bei der Publikation des in mehrfacher Hinsicht spannenden Werkes.

Frank Arnau, ein Journalist und Autor mit überaus kritischer Einstellung zu den vor mehr als 80 Jahren erstarkenden Nationalsozialisten, konnte sich nach deren Machtergreifung im Jahr 1933 nur durch seine geschickt eingefädelte Flucht ins Ausland einer Verfolgung entziehen. In eben jenen Wochen entstand „Die braune Pest“, die damals nur kurz als Folgeroman in der „Volksstimme“, dem Partei-Organ der saarländischen SPD erscheinen konnte.

Arnau beschreibt als selbst Verfolgter mit scharfem Blick die antidemokratischen, intoleranten und menschenverachtenden Machenschaften der Nationalsozialisten, denen es mit Raffinesse und geschickter Propaganda gelang, viel Zustimmung in der damaligen Bevölkerung zu erfahren, so dass sie die Weimarer Republik von unten aushebeln konnten.

Dem Original-Text von Arnau sind mehrere Einleitungen vorangestellt, unter anderem ein Vorwort der heutigen Saar-SPD-Vorsitzenden, Anke Rehlinger. Vor allem aber erläutert Verleger Adrian Jesinghaus geschichtliche Hintergründe und schlägt einen Bogen zum heutigen politischen Phänomen der Neuerstarkung rechter Tendenzen.

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