Landtagsabgeordneter: NRW braucht bessere Impfstrategie

Josef Neumann (SPD) fordert Einbeziehung der Hausärzte

Von Philipp Müller

Für den gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag und Solinger Abgeordneten, Josef Neumann, ist dies die wichtigste Nachricht der Woche: „Es ist wichtig, dass der Impfstoff von Astrazeneca wieder zur Verfügung steht.“ Ansonsten lässt er kein gutes Haar an der von CDU und FDP geführten Landesregierung. Noch immer fehle es an der Umsetzung einer schnellen Impfstrategie, die auch die Hausärzte einbeziehe.

Aber aus der Sitzung des Gesundheitsausschusses am Mittwoch, an der auch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) teilgenommen habe, bringt er auch gute Nachrichten mit. „Es wird grundsätzlich deutlich mehr Impfstofflieferungen ab April geben.“ Das Ministerium habe zudem den Weg für die Impfzentren freigemacht, untereinander Impfstoffe auszutauschen. Neumann erklärt: Bonn habe beispielsweise schon fast alle Über-80-Jährigen geimpft. Dadurch werde jetzt eventuell der dafür eingesetzte Impfstoff von Biontech frei. „Der wird aber beispielsweise in Solingen oder dem Kreis Mettmann immer noch für diese Altersgruppe gebraucht.“

„Hausärzte wissen, wer vorerkrankt und jetzt zu impfen ist.“

Josef Neumann (SPD)

Um deshalb künftig besser versorgt werden zu können, sei es grundsätzlich möglich Biontech etwa gegen Astrazeneca zu tauschen. So werde die Gruppe Impfpriorität 1 schneller geimpft. Im Solinger Impfzentrum kenne man die Möglichkeit, bestätigt Stadtsprecherin Sabine Rische. Doch noch sei die Durchführung des Verfahrens nicht geklärt. Tauschen könne man auch nur, wenn dafür Impfstoff zur Verfügung stehe. „Aktuell verimpfen wir alles, was wir bekommen“, sagt sie. Der Landtagsabgeordnete begrüßt, dass Solingen (| S. 15) schnell wieder Astrazeneca einsetzen werde: „Da muss Tempo rein, wir dürfen keine Zeit verlieren.“

Neumann verweist darauf, als gesundheitspolitischer SPD-Sprecher schon seit Monaten die Forderung aufgestellt zu haben, die Hausärzte in die Impfkampagne einzubinden. Da habe die Landesregierung bis heute keine exakte Idee formuliert, wie das umgesetzt werden soll. Gerade in Bezug auf die Menschen mit Vorerkrankungen gelte: „Die Hausärzte wissen ganz genau, wer vorerkrankt ist und für eine Impfung jetzt bereits in Frage kommt.“

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