Bilanz

Landschaftverband setzt 93 Millionen ein

Der LVR legt Bilanz für das Jahr 2020 für Solingen vor.

Von Philipp Müller

Der Landschaftverband Rheinland (LVR) ist an vielen Stellen in Solingen aktiv. Jetzt zieht der LVR mit Sitz in Köln eine Bilanz, wie viel Geld in Solingen 2020 ausgegeben wurde. Aus Mitteln des LVR-Haushalts flossen 48,9 Millionen Euro in die Klingenstadt. Weitere 44 Millionen Euro stammen aus Landes- und Bundesmitteln, die der Verband verwaltet. Im Gegenzug zahlte die Stadt 43,2 Millionen Euro als Umlage in die Kassen des LVR.

Der überwiegende Teil der in 2020 erbrachten Leistungen wurde nach LVR-Angaben als Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen gezahlt. Die Eingliederungshilfe umfasst überwiegend Leistungen der Frühförderung, der medizinischen Rehabilitation, der Teilhabe am Arbeitsleben, Leistungen zum Wohnen und zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

Das Leistungsspektrum des LVR ist sehr groß

Konkret schlug sich das in Solingen so nieder: Aus dem LVR-Haushalt flossen an Sozialleistungen 47 Millionen Euro. Die LVR-Förderschulen erhielten rund eine Million Euro. Für die Psychiatrische Versorgung wurden 170 000 Euro aufgewendet und für Kulturarbeit 440 000 Euro. Unter den letzten Punkt fallen zum großen Teil Projekte der Kulturförderung. So ist der LVR zu zwei Dritteln Träger des Zentrums für verfolgte Künste und zu 100 Prozent des Industriemuseums. Beide Häuser profitieren von den Projektförderungen, aber auch Kunstmuseum und Klingenmuseum konnten auf Hilfe aus Köln setzen.

Die Beispiele aus der Kultur zeigen, wie tiefgreifend die Rolle des LVR in Solingen tatsächlich ist. Denn zum Leistungsspektrum des LVR gehören auch diese Aufgaben: Hilfe für Pflegebedürftige und Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, Leistungen für Förderschulen, die Kriegsopferfürsorge und Hilfe für schwerbehinderte Menschen im Beruf. Ein weiterer Großteil der Mittel ist in 2020 zur Förderung der Kindertagesbetreuung geleistet worden.

Die 44 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln verteilen sich mit 41 Millionen auf die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. 2,5 Millionen Euro wendete der LVR im Bereich Schwerbehindertenhilfe auf. Und knapp 500 000 Euro flossen für die Kriegsopferfürsorge und soziale Entschädigung.

Leistungen aus der Ausgleichsabgabe zur Teilhabe am Arbeitsleben für Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen erhielten 524 Solingerinnen und Solinger mit 2,5 Millionen Euro.

Der Verband ist in Solingen mit dem LVR-Behandlungszentrum Solingen am Städtischen Klinikum beheimatet. Das enthält verschiedene Unterabteilungen. Auch die Einrichtung Halfeshof, die bald aufwendig saniert und neu gebaut wird, gehört dem LVR. Dort sitzt auch die LVR-Akademie für seelische Gesundheit.

In Solingen geht aber auch bei der Lebenshilfe nichts ohne die Mittel aus Köln. Denn der Verein, der unter anderem Werkstätten, die Eishalle und das Haus Müngsten betreut, erhält LVR-Mittel für die dort beschäftigten behinderten Mitarbeiter.

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