Arten- und Klimaschutz

Land unterstützt bei Dachbegrünung

Dachbegrünung leistet einen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz und kann gleichzeitig ein Hingucker sein. Foto: Christian Beier
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Dachbegrünung leistet einen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz und kann gleichzeitig ein Hingucker sein.

Stadt und Verbraucherzentrale informieren zu Möglichkeiten für Immobilieneigentümer.

Von Manuel Böhnke

Sie soll Immobilieneigentümern ermöglichen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten: die Dachbegrünung. Um das Thema zu fördern, stellt das Land einmalig 30 000 Euro aus dem Programm „Klimaresilienz in Kommunen“ für Privathaushalte und Unternehmen in Solingen zur Verfügung. Stadt und Verbraucherzentrale informierten in dieser Woche zu den Möglichkeiten.

Welche Vorteile bringt Dachbegrünung mit sich?

Acht Vorteile von Dachbegrünung haben Katharina Koßmann und Dr. Bernd Demuth identifiziert. Sie sind Fachreferenten für das Projekt „Mehr Grün am Haus“ der Verbraucherzentrale. Zu den Vorzügen zählen eine erhöhte Lebensqualität, Förderung der Artenvielfalt, Feinstaubbindung und kühlende Effekte durch verdunstendes Niederschlagswasser. Außerdem kann Dachbegrünung die Kanalisation entlasten und den Umgebungslärm vermindern. Gleichzeitig schütze die Vegetation die Dachabdichtung vor Witterungseinflüssen, entfalte im Winter eine wärmedämmende Funktion und trage im Sommer zum Hitzeschutz bei. Auch winken finanzielle Vorteile: Bei einem begrünten Dach berechnen die Technischen Betriebe Solingen lediglich die Hälfte der Abwassergebühren.

Welche Möglichkeiten der Dachbegrünung gibt es?

Die Experten unterscheiden zwischen extensiver und intensiver Begrünung. Bei Letztgenannter handelt es sich häufig um begehbare Dachgärten, erklärt Koßmann. Extensive Dachbegrünungen ähneln dagegen eher natürlichen, ungenutzten Flächen. Zum Einsatz kommen vor allem niedrig wachsende Pflanzen mit geringem Nährstoff- und Pflegebedarf. Sie müssen robust gegen Hitze, Trockenheit, Wind und Frost sein. Die Verbraucherzentrale empfiehlt beispielsweise Weiße Fetthenne und Sand-Thymian.

Welche Voraussetzungen muss eine Immobilie erfüllen?

Die Belastung einer extensiven Dachbegrünung für die Statik eines Gebäudes beträgt etwa 60 bis 150 Kilogramm pro Quadratmeter. Dies entspricht ungefähr dem Gewicht eines Kieselbelags. Eine Dachneigung von bis zu zehn Prozent ist unproblematisch, darüber hinaus sind weitere Maßnahmen notwendig, um zu verhindern, dass das Substrat abrutscht. Zudem muss die Entwässerung des Daches sichergestellt werden. Unter anderem darauf wird bei jährlichen Pflege- und Wartungsarbeiten geachtet. „Es ist möglich, Dachbegrünung mit einer Photovoltaikanlage zu verbinden“, ergänzt Florian Bublies, Energieberater der Verbraucherzentrale.

Welche Möglichkeiten bietet die Förderung?

Das neue Förderprogramm des Landes verspricht einen Zuschuss für die Dachbegrünung von 45 Euro pro Quadratmeter. Maximal beträgt die Unterstützung 50 Prozent der förderfähigen Kosten, je Grundstück stehen höchstens 5000 Euro zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass die Arbeiten nachweislich von einem gewerblichen Betrieb durchgeführt wurden und zuvor mindestens zwei verbindliche Angebote oder detaillierte Kostenschätzungen vorlagen. Die Immobilie muss mindestens fünf Jahre alt sein.

Förderung

Um ein Anrecht auf Gelder aus dem Programm „Klimaresilienz in Kommunen“ zu haben, müssen die Maßnahmen zur Dachbegrünung bis Ende März 2022 abgeschlossen sein. Die Antragstellung ist voraussichtlich ab Mitte, Ende Juli möglich. Weitere Informationen gibt es unter Tel. (02 12) 290-65 44, per Mail oder im Netz.

umweltplanung@solingen.de

https://t1p.de/o259

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