Sportausschuss

Kunstrasenplatz Ritterstraße wird saniert

Der Kunstrasenplatz an der Ritterstraße wird saniert.
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Der Kunstrasenplatz an der Ritterstraße wird saniert.

Verwaltung hofft auf Förderung für Projekte in Wald.

Von Timo Lemmer

Solingen. Aus rein fachlicher Notwendigkeit – also mit Blick auf den aktuellen Zustand – hat es der Kunstrasenplatz an der Ritterstraße nicht am nötigsten, saniert zu werden. Er rangiert nach Einschätzung der Verwaltung, Technischen Betriebe und dem Solinger Sportbund nach routinemäßiger Begehung aller Plätze im Ranking auf dem sechsten Rang. Und doch ist klar, dass der Platz in der Südstadt bei der kommenden Sanierungsrunde im nächsten Sommer oberste Priorität hat.

„Der Platz katapultiert sich auf den ersten Rang, weil darunter quer über eine Platzhälfte ein Abwasserkanal vom Jugendhaus des Post SV bis zur Turnhalle verläuft, der in sich zusammengebrochen ist“, erklärte Horst Schulten in der letzten Sportausschuss-Sitzung dieser Legislaturperiode. Aktuell werde dort regelmäßig abgepumpt, sagte der Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit. Im Sommer 2021 müsse der Kanal in offener Bauweise erneuert werden: „Der Platz wird dann also ohnehin einmal quer aufgerissen, dann kommt auch direkt ein neuer Teppich drauf.“

Letztlich ein glücklicher Umstand also, dass die Ritterstraße nicht schon in den letzten beiden Sommern saniert wurde. Die 13 zwischen 2003 und 2006 errichteten Kunstrasenplätze in Solingen – der Stadion-Nebenplatz wurde inzwischen abgerissen, an der Höher Heide entsteht dafür ein neuer Platz – sind seit 2019 nämlich schrittweise fällig. Nach der Neuenkamper Straße in 2019 waren in diesem Sommer Flockertsholz, Bavert, Weyersberg 2 und Bernd-Kurzrock-Anlage an der Reihe. Dass kommenden Sommer weiter erneuert wird, ist klar. „Wir können die letztendliche Prioritätenliste aber erst dann beschließen, wenn der kommende Haushalt feststeht“, wollte Schulten auch keine Prognose abgeben, wie viele Plätze bedacht werden können.

Aus doppelter Sicht gute Chancen hat eine weitere Anlage: Für den Kunstrasenplatz an der Adolf-Clarenbach-Straße versucht die Verwaltung, eine 100-prozentige Förderung von Land und Bund zu erhalten. Sie müsste bei Zuschlag dann definitiv 2021 erneuert werden. Schulten: „Diese Sanierung passt in den Sportstätten-Investitionspakt. Das würde natürlich die Sportpauschale entlasten.“ Im Rahmen des Förderprogramms will die Verwaltung drei Projekte in Wald ins Rennen schicken, da ein Stadtentwicklungsplan die Chancen massiv erhöht.

„Wir haben ganz gute Chancen auf Bewilligung.“
Horst Schulten Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit

Neben dem Kunstrasenplatz, der dann für den Hauptnutzer Solingen Paladins auch Football-Markierungen erhalten soll, was wiederum den geschundenen Rasen im Walder Stadion bei Jugendspielen entlasten würde, gibt es zwei weitere Ideen: Der Bolzplatz an der Menzelstraße soll statt Asche ein multifunktionales Kleinspielfeld aus Kunststoff sowie Reha-orientierte Sportgeräte erhalten, und die Bernd-Kurzrock-Sportanlage eine Calisthenics-Anlage, die von der Korkenziehertrasse öffentlich zugänglich sein soll. Von null bis drei Projekte sei jegliche Förderung möglich, sagte Schulten, ergänzte aber auch: „Dank des Stadtteilentwicklungsplans haben wir ganz gute Chancen auf Bewilligung.“ Die letzte Idee ist allerdings darin nicht enthalten.

Zurück zu den Kunstrasenplätzen: Deren endgültige Priorisierung wird zwar erst im kommenden Sportausschuss vorgenommen. Welche Plätze aus Verwaltungssicht nach der Begehung auf Ritterstraße und Adolf-Clarenbach-Straße folgen, ist aber klar: Zietenstraße, Brabant, Höher Heide, Weyersberg 1.

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