Kunstauktion bringt rund 4600 Euro ein

Auf der ehemaligen Laderampe an den Güterhallen war die Kunst aufgebaut, die versteigert wurde. Foto: Michael Schütz
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Auf der ehemaligen Laderampe an den Güterhallen war die Kunst aufgebaut, die versteigert wurde.

SPD versteigerte Bilder für Jinotega

Von Karl-Rainer Broch

Zum 34. Mal führte die Solinger SPD für die Partnerstadt Jinotega in Nicaragua eine Kunstauktion durch, zum 34. Mal stand Hans-Werner Bertl als Auktionator auf der Bühne, unterstützt von Jan Boomers, dem künstlerischen Berater des Fördervereins. Der Verein unterstützte mit seinem Team die Auktion, wie immer mit Karl Daun und Ulrich Galden als musikalische Begleitung. Allerdings lief die „Sonderedition“ der Kunstauktion coronabedingt anders ab als früher.

Bei der Begrüßung meinte SPD-Co-Vorsitzender Manfred Ackermann: „Wir haben die Auktion von Januar auf August verlegt, weil wir dann gutes Wetter erwarteten, um draußen steigern zu können.“ Doch das Wetter machte allen einen Strich durch die Rechnung. Es regnete, die Interessenten standen unter einem Zeltdach, und die 24 angebotenen Kunstwerke waren durch das Dach der Güterhallenrampe vor dem Atelier von Peter Ammann geschützt. Jan Boomers hatte Rücksicht auf die Nöte der Künstler genommen und sie nicht aufgefordert, Bilder zu spenden: „Wir haben daher für das Open-Air-Format auf Sammlungen und Spenden zurückgegriffen. Eine Verkaufsausstellung ist aber geplant.“

Die Werke kamen aus den Nachlässen der früheren Oberbürgermeister Gerd Kaimer und Ulli Uibel sowie einer Spende von Elli Meis in Gedenken an ihren verstorbenen Mann Curt. Im Mittelpunkt stand die Verlosung eines Blumenbildes der Solinger Künstlerin Bettina Heinen-Ayech, von Rainer Knecht zur Verfügung gestellt. Die 150 Lose kosteten daher auch 15 Euro statt wie sonst zehn Euro. Der in München lebende Sohn der Künstlerin Dr. Haroun Ayech erwarb auch einige Lose.

Hans-Werner Bertl ging auf die Anfänge der 2020 verstorbenen Künstlerin ein: „Sie begann 1955 als 18-jähriges Solinger Mädchen ihre internationale Karriere bei einer Ausstellung mit etablierten deutschen Künstlern.“ Da auch weniger Kunstinteressierte als in der Vergangenheit den Weg in den Südpark gefunden hatten, entwickelte sich das Auktionsgeschäft zögernd, so dass ein Rekord-Ergebnis wie vor anderthalb Jahren mit 7100 Euro nicht zu erwarten war.

Aber dennoch kamen rund 4600 zusammen. Bertl ermunterte die Bieter: „Sie bekommen die schönste Spendenbescheinigung ohne Finanzamt, die Sie sich aber zu Hause an der Wand immer betrachten können.“ Mit dem Geld kann eine weitere Brücke nach Jinotega geschlagen werden. Das Land war im vergangenen Jahr von zwei Wirbelstürmen hintereinander schwer getroffen worden.

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