Retouren sind zu groß - sie müssen in Filialen abgegeben werden

Kunden der Post ärgern sich über verstopfte Briefkästen

An der Birkerstraße stehen zwei große Briefkästen. Kunden beschwerten sich darüber, dass diese verstopft waren. Foto: Michael Schütz
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An der Birkerstraße stehen zwei große Briefkästen. Kunden beschwerten sich darüber, dass diese verstopft waren.

Offenbar werden oft auch kleine Päckchen eingeworfen

Von Andreas Tews

Solingen. Kunden der Deutschen Post ärgerten sich in den vergangenen Tagen über die Briefkästen an der früheren Hauptpost an der Birkerstraße. Die Behälter waren überfüllt. Informationen, nach denen die Kästen nicht regulär geleert wurden, widersprach Postsprecher Achim Gahr. Alle Leerungen seien erfolgt und dokumentiert worden, versicherte er. Er vermutet, dass in die Kästen Sendungen eingeworfen wurden, die zu groß für die Briefkästen seien. Das könne für verstopfte Einwurfschlitze gesorgt haben.

Mehrere Leser hatten sich beim ST über die offenkundig überfüllten Kästen beschwert. Die Behälter quellen über, die Sendungen drohten sogar aus den Schlitzen herauszufallen, schilderte Uschi Roden. Ein Mitarbeiter am Eingang zur benachbarten Postbank-Filiale habe die Vermutung geäußert, dass wohl ein Mitarbeiter der Post erkrankt sei. Eine andere Leserin wunderte sich darüber, dass im Gebäude der Betrieb weiterlaufe und sich keiner von dort um den Kasten kümmere.

Dies und die offensichtlich falschen Vermutungen des Mitarbeiters erklärte Postsprecher Gahr damit, dass die Filiale im Gebäude der früheren Hauptpost nicht mehr von der Post betrieben werde. Es handele sich um eine Niederlassung der Postbank. Dies sei ein komplett anderes Unternehmen.

Dass die Leerungen erfolgen, werde mit Hilfe spezieller Geräte über Codes, die eingescannt werden müssen und über eine GPS-Ortungsfunktion sichergestellt. Dadurch sei nachvollziehbar, dass die Kästen an der Kölner Straße zweimal täglich und an Wochenenden einmal pro Tag geleert worden seien, erklärte Gahr.

Päckchen müssen in den Filialen abgegeben werden

Er hält es für möglich, dass Kunden päckchenartige Sendungen in die Kästen gesteckt hätten, die dann die Einwurfschlitze verstopften. Dies komme immer wieder vor. Derzeit sei zu beobachten, dass besonders viele Menschen Waren über das Internet bestellen und dann wieder zurücksenden. Wenn durch das Verstopfen keine Briefe mehr eingeworfen werden können, stellen das die Mitarbeiter laut Gahr bei den Leerungen fest und beseitigen das Problem. Dies geschehe aber nicht in der Zeit zwischen den Leerungen.

Gahr appelliert an die Kunden, päckchenartige Sendungen nicht in die Briefkästen zu werfen. Diese müssten in den Filialen abgegeben werden.

Die beiden ST-Leserinnen wollten das Risiko, dass Briefe an den verstopften Kästen verloren gehen, nicht eingehen. Sie suchten sich andere Kästen im Stadtgebiet, in die sie ihre Sendungen einwarfen – „in der Hoffnung, dass die geleert werden“.

Sollte ein Steuer auf Pakete erhoben werden, um den örtlichen Einzelhandel zu stärken? Darüber wurde zuletzt heftig diskutiert: Solinger IHK übt Kritik an Plänen für Paketsteuer

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