Elektronisches Werksverzeichnis

Werk des Malers Friedrich de Leuw wird digital erfasst

Dirk Balke vor einer Grisaille der Burg Eltz. Die malte de Leuw auch in Öl. Diese und andere Arbeiten zeigt das Kunstmuseum. Foto: Uli Preuss
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Dirk Balke vor einer Grisaille der Burg Eltz. Die malte de Leuw auch in Öl. Diese und andere Arbeiten zeigt das Kunstmuseum.

Der Gräfrather Galerist Dirk Balke erarbeitet ein elektronisches Werksverzeichnis. Im Kunstmuseum ehrt eine Ausstellung den Künstler

Von Philipp Müller

Im Jahr 1817 wurde der Landschaftsmaler Friedrich August de Leuw geboren. Er ist der Sohn des berühmten Gräfrather Augenarztes Friedrich Hermann de Leuw. Dessen 225. Geburtstag wird in diesem Jahr gefeiert. Für den Künstler Dirk Balke, der auch die Galerie Art-Eck am Gräfrather Marktplatz betreibt, waren die Termine Anlass, sich mit dem Werk des Malers zu befassen. Am Anfang stand die Idee, die Bilder und Biografie digital zugänglich zu machen. Und am Ende steht auch noch eine Ausstellung seiner wichtigsten Werke im Ratssaal des Kunstmuseums ab dem 5. November.

Unzählige Stunden hat Balke damit verbracht, die Bilder und Zeichnungen zu fotografieren. Dann wurden die Fotos für den digitalen Auftritt bearbeitet, einsortiert, biografisch gewertet. Er habe drei Hauptquellen für die Bilder gehabt: Das Kunstmuseum besitze einige Bilder, die Stadt-Sparkasse habe eine sehr umfangreiche Sammlung und auch im Stadtarchiv wurde Balke fündig. Erste Orientierung bot ein 1988 erstellter Katalog der Sparkasse, die zum 100. Todestag des Malers eine Ausstellung organisiert hatte. „Das war bisher die einzige große Werkschau“, berichtet der Galerist.

Daher sei er ans Kunstmuseum herangetreten, ob man dort nicht ebenfalls eine Ausstellung durchführen wolle. Man will, betont die stellvertretende Direktorin, Gisela Elbracht-Iglhaut. Am 5. November wird der Ratssaal zum zusätzlichen Museumsraum für die Bilder des Gräfrather Sohns. Dieser sei ein hervorragender, der klassischen Romantik zugewandter Landschaftmaler der Düsseldorfer Schule.

De Leuw war ein wichtiger Vertreter der Düsseldorfer Schule

Es sei „toll und ganz wichtig“, dass sich Balke ehrenamtlich an das Werksverzeichnis gewagt habe, denn de Leuw dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Dazu sei dessen Kunst viel zu gut. Auch Balke entdeckte den Maler über die Arbeit neu: „Wenn man sieht, welch herausragender Zeichner und Beobachter er war, erkennt man, welch großes Talent de Leuw hatte.“ Das offenbare sich gerade in den vielen Skizzenbüchern, die er ebenfalls bereits digital erfasst und bearbeitet hat.

Für das Werksverzeichnis, aber auch für die Ausstellung suchen Balke und das Kunstmuseum weitere private Besitzer der Kunst de Leuws. Sie können sich an Gisela Elbracht-Iglhaut wenden. Was die Besucher der Ausstellung und die Interessenten des Werksverzeichnisses erwartet, zeigt dieses Beispiel: Friedrich August de Leuw hatte ein Bild der Burg Eltz zunächst in pastellartige Grautöne als Grisaille gemalt, dann in Öl. Schon das zeigt beeindruckend die Tiefe der Arbeit des Künstlers.

Digitale Werkschau unter: https://www.friedrich-august-de-leuw.de Kontakt für Sammler: info@kunstmuseum-solingen.de

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Schüler spüren mit Ausstellung dem Lauf der Zeit(ung) nach
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