Konzert

Ukrainerin Laura Marti singt im Museum Rock, Folk und Jazz

Das Zentrum für verfolgte Künste und die Walder Theatertage kooperieren

Von Philipp Müller

Solingen. Es ist für Peter Wirtz von den Walder Theatertagen keine Frage, dass Künstlerinnen und Künstler aus der Ukraine geholfen werden muss. Kontakt hat der Verein zu Laura Marti. Die Sängerin präsentiert in ihren Shows eine Mischung aus ukrainischer Volksmusik, Jazz, Pop und Rock. Das wird es am 9. September um 20 Uhr im Zentrum für verfolgte Künste geben.

Die Anregung zum Konzert im Museum sei durch Reiner Daams aus dem Vorstand des Vereins der Theatertage gekommen, berichtet Peter Wirtz. Es mache Sinn, eine in der Ukraine sehr bekannte Gruppe dort zu präsentieren, wo sonst verfolgte Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt stehen. Für den Zentrumsdirektor, Jürgen Kaumkötter, passt das Konzert ins Museumskonzept und er unterstützt das alles gerne.

Denn es gilt noch viel zu organisieren. Laura Marti lebt seit ihrer Flucht vor dem Krieg in ihrem Heimatland in Bergisch Gladbach. In der Ukraine ist sie ein Star, belegte zuletzt Platz eins in den Charts. Im Zentrum tritt sie mit ihrer fünfköpfigen Band auf. Nicht ganz einfach, wie Kaumkötter erklärt. Normalerweise dürften wehrfähige Männer das Land nicht verlassen. Doch es sei gelungen, die Musiker für gut zwei Wochen nach Deutschland für Konzerte einladen zu können. Unterstützt vom Land und vom Bund aus Fonds für Kultur kann das finanziert werden und ermöglicht Marti und ihren Musikern auch, in Köln eine neue CD aufzunehmen.

Das Konzert soll aber auch Signalwirkung haben. Für Kaumkötter geht es darum, weiter auf den Krieg aufmerksam zu machen. „Das Thema verschwindet zunehmend aus den Medien“. Habe es zu Beginn beispielsweise eine sehr große Resonanz auf die Fotoausstellung mit dem an der Front durch Russen ermordeten Fotografen Maks Levin geben, sei das leider abgeflacht. Die Bilder des 40-jährigen ukrainischen Fotojournalisten gehen jetzt zunächst nach Bielefeld und im Anschluss in die USA nach Hartford ins Wadsworth Atheneum Museum of Art. Weitere Interessenten seien leider wieder abgesprungen, die eindrucksvolle Schau zu übernehmen.

Die Walder Theatertage verstehen sich auch politisch

Für Peter Wirtz geht es um ein doppeltes Signal. Auf der einen Seite soll das Marti-Konzert zeigen, dass die Walder Theatertage keinesfalls unpolitisch seien. Das zeige sich alleine schon in der Kleinkunst- und Kabarettreihe. Zugleich werde das Konzert trotzt des ernsten Hintergrunds auch eins zeigen: „Wir haben schon immer tolle Künstler nach Solingen geholt. Da steht Laura Marti mit in einer Reihe.“

Für das Konzert sind Eintrittskarten erforderlich. Sie kosten im Vorverkauf 19 Euro, 12 Euro ermäßigt, und sind online erhältlich:

termine.solinger-tageblatt.de

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