Kultur

Symphoniker weichen in die Festhalle aus

Weil das Theater saniert wird, geht das Kulturmanagement auf Tournee durch die Stadtteile

Von Philipp Müller

Das Theater und Konzerthaus wird ab dem Ende kommenden Monats saniert. Bis Ende November bedeutet dies, dass Veranstaltungen an andere Orte verlegt müssen. Wie das gemacht werden soll, legte das Kulturmanagement der Stadt Solingen jetzt im Kulturausschuss vor. Denn aus der Vorlage zum Spielplan 2022/2023 geht beispielsweise hervor, dass die Bergische Symphoniker ihre Philharmonischen Konzerte in der Festhalle Ohligs geben werden. Damit sind Pläne vom Tisch, dass Solinger zu einem Konzert ins Remscheider Teo Otto Theater hätten fahren müssen. Am 9. August beginnt der Vorverkauf für die neue Saison.

Die Sanierung des Theaters war bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden. Die Erneuerung des Bühnenbodens im Theater führte das Rathaus als Maßnahme an, dazu die Estrich- und Oberbodenerneuerung im Foyer des Theaters im ersten Obergeschoss sowie die Erneuerung der Bühnentechnik und der Beleuchtung im Konzertsaal. Rund 2,5 Millionen Euro soll das kosten.

Digitale Kunstreise bezieht den Lichtturm mit ein

Die Grundzüge für den neuen Spielplan stehen bereits, wie Sonja Baumhauer berichtet. Und die Leiterin des Kulturmanagements verweist auf die gute Kooperation mit den Ersatzspielorten. Den Termin, wann der neue Spielplan mit allen Details veröffentlicht wird, kann sie noch nicht nennen. Aber im Juni soll es online so weit sein. In gedruckter Form wird der Spielplan im Haus und an weiteren Orten ausgelegt.

Das hat für fünf Monate Auswirkungen auf den Spielbetrieb, die das Kulturmanagement aber kreativ gelöst hat. Der Umzug der Symphoniker hatte schon am 1. Mai eine gelungene Premiere bei der Wiedereröffnung der Ohligser Festhalle feiern können. Für die in dieser Spielzeit neu gestartete Reihe „Open Stage“ ist das Proberaumhaus Monkeys der Ersatz. Erstmalig am 7. September wird das zu erleben sein. Die Reihe bietet vor allem junger Kultur ein Podium. Im Klingenmuseum gibt es am 22. September um 11 Uhr das Stück „Tigerwild“ für Jugendliche. Zielgruppe dafür sind Schulklassen. Am 12. September wird die ebenfalls neue Reihe des Kulturmanagements „Kulturlabor“ im Gräfrather Kammerspielchen fortgesetzt. Dabei wird untersucht, wie sich Kunst und Kultur künftig neu präsentieren können.

Aber auch die Sporthalle des WMTV, die Cobra, die Stadtbibliothek und der Walder Stadtpark werden Spielorte während der Sanierung des Theater und Konzerthauses sein. Von den Maßnahmen ist der Vorplatz an der Konrad-Adenauer-Straße nicht betroffen. Unter dem Titel „Château d’Eau V“ gibt es dann eine digitale Kunstreise, die auch den Lichtturm in Gräfrath einbezieht.

Die Festhalle wird aber nicht nur vorübergehende Heimstatt für die Symphoniker bei den Philharmonischen Konzerten sein – zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sind sie auch in Ohligs zu erleben. Am 9. Oktober gibt es dort eine italienische Operngala. Auch die Reihe „On Fire“ wird am 13. November dorthin ausweichen.

Wenn alles mit der Sanierung funktioniert, dann startet im Dezember der Spielbetrieb wieder im Theater und Konzerthaus. Und das auch mit Star-Potenzial. Mit Hazel Brugger hat sich für den 16. Dezember eine der besten Vertreterinnen der aktuellen Kabarett- und Comedy-Szene angesagt. Und für Schulklassen bearbeitet das Stadtensemble das Märchen „Aschenputtel und der Prinz“.

Vorverkauf

Beim Verkauf der Tickets setzt das Kulturmanagements auf zwei Wege, die ab dem 9. August offen sind. Klassisch geht es über die Theaterkasse. Sie ist für Information telefonisch über (02 12) 20 48 20 zu erreichen. Zugleich werden die Tickets für Veranstaltungen auch online über den eigenen Shop angeboten:

www.theater-solingen.de

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