Theater

Solinger inszeniert Bühnenstück in Benrath

John Patrick Schöllgen mit seinen Kaiser-Kostümen.
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John Patrick Schöllgen mit seinen Kaiser-Kostümen.

John Patrick Schöllgen hat schon mehrere eigene Stücke aufgeführt. Im April zeigt er auf Schloss Benrath seinen „Rudolf“.

Von Daniela Neumann

John Patrick Schöllgen begibt sich auf die Spur des Schattenvogels. Der Solinger inszeniert mit seinem „Dead Parrot Theatre“ im April erstmals im Düsseldorfer Schloss Benrath. Auf dem Programm steht sein neues Stück „Rudolf – im Schatten des schwarzen Vogels“ “ über den einstigen österreichischen Kronprinzen, einziger Sohn der Kaiserin „Sisi“.

„Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt Schöllgen – weil die Thematik um Leben und Tod ihn schon jahrelang beschäftige. Bereits im Englisch-Studium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor zehn Jahren liest er viel zu tragischen wie auch komischen Stoffen, Edgar Allan Poe und William Shakespeare beeindrucken ihn. Parallel macht er in seiner Freizeit bei Inszenierungen der Theatergesellschaft Wohlgemuth mit. Insgesamt fünf eigene Stücke führt er dann als Regisseur bei den Wohlgemuthlern auf. Neben seinem Job als Englischlehrer – heute komplett selbstständig – hält er sich Zeit frei fürs Schreiben, früher noch mehr Lyrik, dann immer mehr Theaterstücke. Außerdem spielt er immer wieder selbst und nimmt Schauspielunterricht.

Er gründete vor zwei Jahren seine eigene Theater-Gruppe

„Bis heute habe ich in über 40 Produktionen mitgemacht“, fasst John Patrick Schöllgen auf Nachfrage zusammen. Darüber lernt er nicht nur seine Partnerin, sondern jede Menge Gleichgesinnte kennen und gründet vor zwei jahren sein „Dead Parrot Theatre“. Der Name kommt von dem Monty-Python-Sketch „Der Papagei ist tot“. Zwei Solinger, eine Neuseeländerin, eine Österreicherin sowie einige Leute aus dem Düsseldorfer Raum bilden das gut 15-köpfige Ensemble.

Es hat seine „Jungfernfahrt“, wie Schöllgen es nennt, 2013 mit seinem Stück „Irrlichter“ im Düsseldorfer Theatermuseum. Hier feiert ein Jahr später auch „Rudolf“ Premiere. Dass das Stück jetzt in historischer Kulisse auf Schloss Benrath aufgeführt wird, ist für den 33-jährigen Autor nur folgerichtig. Es ist sein erster Ausflug ins Drama.

Vier Stücke hat er bereits bei Verlagen untergebracht, darunter die Komödie „Die Welt ist krank . . . und der Arzt hat frei“. Sie wurde zwei Mal aufgegriffen und einmal in Niedersachsen, einmal in der Schweiz von Ensemblen gespielt. Die kleinen Plakate hat Schöllgen ins Wohnzimmer gehängt – gegenüber von Schriftstellerporträts und zwei historischen Stühlen.

AUFFÜHRUNGEN

DÜSSELDORF „Rudolf – im Schatten des schwarzen Vogels“: 9. und 10. April 2015, jeweils um 19 Uhr, Schloss Benrath. Karten (15, ermäßigt 12 Euro) unter www.johnschoellgen.de 

AUSBLICK Ob Köln, Mettmann oder Bergheim – dieses Jahr kommen einige neue und alte Stücke von John Patrick Schöllgen auf die Bühne. NEU Ende des Jahres steht das neue Stück mit seiner eigenen Gruppe an, dann soll es kriminalistisch werden.

Keine Frage, er liebt Historisches, kann es aber – nicht zuletzt wegen seines Studiums – mit Abstand betrachten, analysieren, neu zusammensetzen. Selbst in Rollen schlüpfen oder den Schauspielern die Rollen zu schreiben, um die Menschen vor der Bühne mit einem Stoff, einem Thema anzustecken: Das ist es, was den Solinger antreibt. Und wovon er hofft, einmal gänzlich leben zu können. Er ist auf dem Weg, so viel ist sicher.

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